Author Archives: tkohm

Zweite Trauung in diesem Jahr im Luftbrückenmuseum Faßberg

„Haben uns ganz bewusst für diese besondere Location entschieden“

 

FASSBERG. Bereits zum 2. Mal in diesem Jahr fand eine Trauung im Luftbrückenmuseum in Faßberg statt. Bei sommerlichen Temperaturen gaben sich Daniela Theile und Oberstabsfeldwebel der Reserve Wolfgang Laudan aus Lüneburg im FASSBERG FLYER vor Standesbeamtin Carola Gehle von der Gemeinde Faßberg das Jawort. „Wir haben uns ganz bewusst für diese besondere Location entschieden, weil wir beide vom Thema Luftbrücke und vom Fliegen insgesamt begeistert sind“, so das frisch vermählte Brautpaar. Die beiden waren mit ihren beiden Trauzeuginnen extra aus der Hansestadt angereist, um sich in der historischen Douglas C-47 trauen zu lassen. Zudem ist der Geschäftsführer und Chefredakteur von Radio ZuSa, Wolfgang Laudan, passionierter Sportflieger und war kurz vor der Trauung in einen Fliegerkombi geschlüpft. Ehefrau Daniela hatte dazu, passend zum Ambiente der vierziger Jahre im Luftbrückenmuseum, einen schicken Petticoat angezogen. Beide hatten den Tag der Bundeswehr/70 Jahre Ende der Luftbrücke Berlin im Jahr 2019 auf dem Fliegerhorst besucht und waren von den vielen Rosinenbombern begeistert, die seinerzeit in Faßberg zu Gast waren. Zudem war Laudan einer von zwei Moderatoren, die durch den Tag in Faßberg geführt hatten. Aus diesem Grund ließ es sich auch der Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Oberst Georg v. Harling, nicht nehmen, dem frisch vermählten Paar persönlich zu gratulieren. Als kleine Aufmerksamkeit überreicht der Kommandeur den Erzählband ‚Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind‘. „Ich freue mich sehr, dass sich die beiden in unserem FASSBERG FLYER haben trauen lassen, zumal sich Wolfgang sowohl mit dem Museum aber auch als Reservist eng mit der Bundeswehr verbunden fühlt“, so Oberstabsfeldwebel der Reserve Paul Hicks, der stellvertretend für das Luftbrückenmuseum die Glückwünsche überbrachte.

 

 

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Oberst Georg v. Harling mit Wolfgang und Daniela Laudan und Paul Hicks (v.r.).

Foto: Carsten König

 

Luftbrückenmuseum Faßberg startete in die Saison 2020

Vorsitzender Ludger Osterkamp konnte erste Gäste begrüßen

FASSBERG. Nach dem Corona-Lockdown startete das Luftbrückenmuseum Faßberg jetzt in die Saison 2020 und wird bis zum 25. Oktober wieder von 13 bis 17 Uhr geöffnet sein. „Wir haben die Zeit indes genutzt, um nicht nur die Hygienevorschriften umzusetzen. Darüber hinaus haben wir auch neue Vitrinen aufgebaut und die Präsentation ein wenig verändert. So gibt es jetzt einen Container, der nicht nur die Ausstellungsfläche ergänzt, sondern der auch eine Aussichtsplattform hat, von der sich ein toller Blick über das Gelände und den ‚FASSBERG FLYER‘ bietet“, so der 1. Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Ludger Osterkamp. Mit Mieke Hölscher und Jeroen van der Mark konnte Osterkamp die ersten beiden Gäste der neuen Saison willkommen heißen. Zur Begrüßung gab es jeweils einen Luftbrücken-Kaffeebecher und freien Eintritt. Das niederländische Paar aus der Nähe von Hilversum ist derzeit auf dem Campingplatz Sonnenberg in Müden zu Gast und zum ersten Mal in der Südheide-Region. „Wir wollten ursprünglich unseren Urlaub in Schweden verbringen, haben aber aufgrund der Einreisebestimmungen dort diesen schönen Campingplatz in Müden ausgesucht. Das Luftbrückenmuseum stand mit auf unserer Liste der Sehenswürdigkeiten in der Umgebung“, so Mieke Hölscher.

Neues Angebot für Kinder

Desweiteren gibt es jetzt ein spezielles Angebot für Kinder ab 10 Jahren. Das Luftbrückenmuseum Faßberg konnte gemeinsam mit den Grundschulen in Faßberg und Müden ein einzigartiges Projekt realisieren, bei dem die Kinder der beiden Schulen aktiv mitgewirkt haben. „Dank der finanziellen Unterstützung der Volksbank Südheide – Isernhagener Land – Altmark kam dabei ein tolles Ergebnis heraus – ein kindgerechter Rundgang durch das ganze Museum der mit Sicherheit begeistern wird!“, so Ludger Osterkamp.

Hygiene- und Abstandsregeln

Um die Risiken durch Corona-Viren zu vermeiden, sind folgende Hygienemaßnahmen zu beachten:

– Jede Besucherin und jeder Besucher hat einen Mund-Nasenschutz mitzuführen.

– Der Mund-Nasenschutz ist an der Kasse, in den Nissenhütten, in den Waggons und im neuen Ausstellungscontainer sowie im ‚Fassberg Flyer‘ zu tragen.

– Der ‚Fassberg Flyer‘ ist derzeit leider nicht begehbar.

– Alle Gebäude sind bezüglich der maximalen Personenzahl gekennzeichnet.

– Der Mindestabstand von 1,5 m ist einzuhalten.

Führungen werden derzeit nicht durchgeführt.

Auch Peter Kleist freute sich sehr, dass es nun wieder losgeht. „Wir haben lange darauf gewartet, wieder Gäste im Museum zu haben“, sagte Kleist, der mittlerweile seit 10 Jahren als Aufsicht im Luftbrückenmuseum tätig ist und insgesamt 20 Besucherinnen und Besucher am Eröffnungstag begrüßen konnte.

Luftbrückenmuseum Faßberg startet am 16. Juli in die Saison 2020

FASSBERG. Nach dem Corona-Lockdown startet das Luftbrückenmuseum Faßberg am Donnerstag, dem 16. Juli 2020 in die Saison 2020. Von 13 bis 17 Uhr können dann die vielen Ausstellungsobjekte, Dokumente und Zeitzeugenberichte rund um die Luftbrücke Berlin 1948/49 angeschaut werden. Zudem gibt es jetzt ein spezielles Angebot für Kinder ab 10 Jahren. Das Luftbrückenmuseum Faßberg konnte gemeinsam mit den Grundschulen in Faßberg und Müden ein einzigartiges Projekt realisieren, bei dem die Kinder der beiden Schulen aktiv mitgewirkt haben.

Um die Risiken durch Corona-Viren zu vermeiden, sind folgende Hygienemaßnahmen zu beachten:

– Jede Besucherin und jeder Besucher hat einen Mund-Nasenschutz mitzuführen.

– Der Mund-Nasenschutz ist beim Bezahlen, in den Nissenhütten, den Waggons, dem Ausstellungscontainer und im ‚Fassberg Flyer‘ zu tragen.

– Alle Gebäude sind bezüglich der maximalen Personenzahl gekennzeichnet.

– Der Abstand von 1,5 m ist einzuhalten.

Führungen werden derzeit nicht durchgeführt.

Kindgerechter Rundgang durch das Museum als neues Angebot

Luftbrückenmuseum Faßberg startet am 25. April in die Saison 2020

FASSBERG. Aufgrund der derzeitigen Krise rund um das Corona-Virus startet das Luftbrückenmuseum erst am Samstag, dem 25. April 2020 in die neue Saison. Von 13 bis 17 Uhr können dann die vielen Ausstellungsobjekte, Dokumente und Zeitzeugenberichte angeschaut werden. „Wir werden sehen, wie sich die Lage entwickelt. Sollte sich die Situation zu dem Zeitpunkt immer noch nicht entspannt haben, werden wir entsprechend reagieren und unsere Gäste frühzeitig informieren“, so der Sprecher des Luftbrückenmuseums, Paul Hicks.

Neuer Vorstand und viele tolle Projekte im Luftbrückenmuseum

Jahreshauptversammlung des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke

FASSBERG. Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg hatte jüngst zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung in das Soldatenheim Haus Schlichternheide in Faßberg geladen. Insgesamt waren 24 Personen erschienen, die nicht über das abgelaufene Jahr, die anstehenden Termine und Projekte im Luftbrückenmuseum informiert wurden, sondern auch einen neuen Vorstand zu wählen hatten. Nach der offiziellen Begrüßung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit ging Ludger Osterkamp als Vorsitzender zunächst das Jahr 2019 Revue passieren. So war der Höhepunkt des Jahres die Feierlichkeit rund um das 70. Ende der Berliner Luftbrücke, verbunden mit dem Tag der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst in Faßberg. Über 60.000 Gäste hatten sich zu diesem Großevent eingefunden, um unter anderem auch die 17 Rosinenbomber zu sehen, die eigens aus der ganzen Welt nach Faßberg gekommen waren. Danach trug Schatzmeisters Gerhard Källner zur Finanzlage des Vereins vor und nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer konnte der Vorstand entlastet werden.

Vorstandswahlen und Satzungsänderung

Anschließend führte Paul Hicks als Wahlleiter die Vorstandswahlen durch: Als 1. Vorsitzender wurde Ludger Osterkamp im Amt bestätigt, ebenso wie Fred-Oliver Ohm als 2. Vorsitzender und Gerhard Källner als Schatzmeister. Rolf Bornheber und Stefan Bienge wurden als Beisitzer bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Rainer Arndt als Schriftführer. Nach dem Wahlgang stellte Paul Hicks als Beirat eine Satzungsänderung vor, die nach der Vorstellung einstimmig durch die Mitgliederversammlung angenommen wurde. Die überarbeiteten Passagen tasten den Kern und den ursprünglichen Zweck des Vereins nicht an, setzten sich jedoch mehr mit den gesellschaftlichen Veränderungen und integrativen Herausforderungen eines aktiven Museums auseinander. „Unter anderem tritt der Förderverein dafür ein, dass sich jeder Mensch an der Gestaltung gesellschaftlicher Aktivitäten in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin beteiligen können soll – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Diese Aktionen laufen unter dem Motto ‚Luftbrücke der Menschlichkeit‘ und sind dem Vereinssinn entsprechend auf einzelne Projektarbeiten begrenzt“, so Hicks. Ebenso wurde die Satzung dahingehend geändert, dass bei einer Auflösung des Vereins das Vermögen an die Gemeinde fallen soll, die es unmittelbar und ausschließlich zu gleichen Teilen für die Jugend- und Integrationsarbeit in der Gemeinde einzusetzen hat.

Schulprojekte im Luftbrückenmuseum

Danach ging der Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw), Hauptmann Martin Sagehorn, auf die gemeinsamen Projektarbeiten mit dem Christian-Gymnasium Hermannsburg und den Grundschulen in Faßberg und Müden ein. So konnte im Jahr 2019 mit dem Hermannsburger Gymnasium und dem Fachmedienzentrum des TAusbZLw ein Zeitzeugenfilm produziert werden, der bereits im Vorfeld der 70-Jahr-Feier zum Ende der Luftbrücke für viel Furore und überaus positive Resonanzen gesorgt hatte. „Dieser Film wird immer wieder nachgefragt und ist sowohl im Gymnasium als auch bei uns im Museum zu sehen“, unterstrich Sagehorn, der anschließend auf das Projekt mit den Grundschulen zum Thema „kindgerechtes Museum“ einging. Nachdem die Projektgruppen der beiden Grundschulen immer mal wieder im Luftbrückenmuseum zu Gast waren, um sich dem Thema Luftbrücke entsprechend zu nähern, waren die Kinder für drei Tage in Berlin, um sich auch die „Hotspots“ der Luftbrücke anzuschauen. „Da dieses Projekt noch nicht abgeschlossen ist, sind wir in diesem Jahr mit einer weiteren Gruppe von Viertklässlern der Grundschule Müden erneut für drei Tage nach Berlin gefahren. Auch diese Gruppe hatte ein umfangreiches Programm und ein tolles Zeitzeugengespräch mit Mercedes Wild im ehemaligen Zentralflughafen Tempelhof“, resümierte Sagehorn abschließend.

„Nachts im Luftbrückenmuseum Faßberg“ am 20. März abgesagt!

FASSBERG. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen in Sachen Corona-Virus wird auch die Nacht im Luftbrückenmuseum Faßberg am Freitag, dem 20. März abgesagt. „Wir werden diese Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt wieder anbieten, eventuell bereits im Herbst dieses Jahres“, so der Sprecher des Luftbrückenmuseums, Paul Hicks. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten und Führungen im Luftbrückenmuseum Faßberg folgen.

Spannende und persönliche Geschichten über die Luftbrücke Berlin

Luftbrückenmuseum Faßberg lädt zu nächtlichen Führungen und Lesungen ein

FASSBERG. Mit einer Nacht im Museum startet das Luftbrückenmuseum Faßberg am Freitag, dem 20. März von 20 Uhr bis Mitternacht in die diesjährige Museumssaison. Neben Führungen und Rundgängen werden auch Lesungen angeboten. Drei Faßberger Damen haben sich spontan bereiterklärt, diese erste Nacht im Luftbrückenmuseum Museum mitzugestalten und werden zu unterschiedlichen Zeiten spannende, interessante und persönliche Geschichten rund um die Berliner Luftbrücke vorzulesen. Die erste Lesung beginnt um 20.30 Uhr. Dann wird Christa Horn aus einem Tagebuch von Hermann Bremer lesen, der viele persönliche und teils humorvolle Anekdoten aus seiner Zeit als Deutsche Arbeiter der German Civil Labour Organisation (GCLO) im Lager Trauen zusammengetragen hat. Um 21.30 Uhr startet dann Silvia Cross in den Abend. Sie wird aus einem Buch von und über Wolfgang W.E. Samuel, „German Boy“, lesen. „Herauszuheben ist an dieser Stelle, dass die entsprechende Passage zuvor von Silvia Cross aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wurde“, sagt Paul Hicks vom Luftbrückenmuseum. Der 1935 in Deutschland geborene Samuel beschreibt in seinem Werk unter anderem den Fluchtweg der Familie aus der sowjetisch besetzten Zone nach Westdeutschland, die ihn auch nach Faßberg führte, bevor die Familie nach Amerika emigrierte. Um 22.30 Uhr wird dann die ehemalige Leiterin der Grundschule in Faßberg, Angelika Hauser, individuelle Erlebnisse aus dem Erzählband „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“ vortragen. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass Christa Horn, Silvia Cross und Angelika Hauser bei unserer 1. Nacht mitmachen. Es wird bestimmt eine tolle Nacht!“, so Paul Hicks.

Nachts im Luftbrückenmuseum in Faßberg: Angelika Hauser, Christa Horn und Silvia Cross (v.l.) werden Geschichten rund um die Berliner Luftbrücke lesen.
Foto: Martin Sagehorn

Viertklässler auf den Spuren der Luftbrücke in der Hauptstadt

Luftbrücken-Arbeitsgemeinschaft der Grundschule Müden besucht Berlin

FASSBERG. Auf den Spuren der Luftbrücke Berlin; 12 Grundschulkinder aus Müden waren erneut für drei Tage in die Hauptstadt gereist, um das Projekt „Kindgerechtes Museum“ für das Luftbrückenmuseum Faßberg weiterzuführen. Nachdem die Luftbrücken-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Grundschulen in Faßberg und Müden bereits im vergangenen Jahr in Berlin waren, konnte dieses Projekt nun um einen weiteren Baustein ergänzt werden. „Leider konnte die Grundschule Faßberg aus terminlichen Gründen nicht an der dieser Fahrt teilnehmen und so nahmen die 12 Viertklässler der Luftbrücken-AG der Grundschule am Heidesee in Müden teil“, so Paul Hicks vom Luftbrückenmuseum Faßberg, der gemeinsam mit der Leiterin der Grundschule, Heike Conrads, und dem Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Hauptmann Martin Sagehorn, die AG nach Berlin begleitet hatte. Gleich nach der Ankunft stand bereits ein Besuch des Alliiertenmuseums in der Clay-Allee auf dem Programm. Begrüsst wurde die Gruppe durch Kurator Bernd von Kostka, der für die Kinder eine abwechslungsreiche und informative Tour durch das Museum vorbereitet hatte. Anschließend ging es dann zum Abenteuerzentrum im Grunewald, wo die Zimmer bezogen worden und bereits das Abendessen wartete.

Bernauer Straße und Britische Botschaft

Der zweite Tag startete mit einem Besuch in der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, wo Carolin Sibilak von der Stiftung Berliner Mauer eindrucksvoll durch das Besucherzentrum und über den Außenbereich mit Resten der Berliner Mauer führte. „Wie kam es zur Teilung, wann wurde die Mauer gebaut, warum gab es die Luftbrücke und wann fiel die Mauer? Diese und viele weitere Aspekte waren Teil des intensiven Austausches zwischen den Kindern und Carolin Sibilak“, so Hicks. Danach ging es zur Britischen Botschaft in der Wilhelmstraße. Empfangen wurde die Gruppe von Luftwaffenattaché (Air Attaché), Group Captain Mark Heffron, der zunächst auf die Geschichte der britischen Botschaft einging und dann über sein Wirken als Luftwaffenattaché erzählte. Viele Fragen der Kinder drehten sich naturgemäß um die britischen Flüge während der Luftbrücke in den Jahren 1948/49, aber es wurden auch Fragen zu den Aktivitäten der heutigen Streitkräfte gestellt. Der Tag endete dann mit einer Führung durch das Deutsche Technikmuseum Berlin zum Thema Fliegen und Flugzeuge. Hier wurden viele interessante Themen von den Anfängen der Luftfahrt über die Luftbrücke bis zu modernen Flugzeugen beleuchtet.

Zentralflughafen Tempelhof und Mercedes Wild

Zum Abschluss des dreitägigen Abstechers in die Hauptstadt stand ein geführter Rundgang durch den ehemaligen Zentralflughafen Tempelhof auf dem Programm. Hier wurden viele interessante Einblicke in die Historie dieses imposanten Gebäudes und des Außengeländes altersgerecht an die Viertklässler vermittelt. Danach trafen sich die Kinder und Begleiter mit Mercedes Wild zu einer Fragestunde. Mercedes Wild wurde bekannt, weil sie als Siebenjährige im Jahr 1948 einen Brief an den damaligen Rosinenbomberpiloten Gail Halvorsen schrieb und ihn bat, Süßigkeiten direkt über dem Haus ihrer Eltern abzuwerfen. Halvorsen selbst erlangte während der Luftbrücke Berühmtheit, weil er kleine Fallschirme mit Süßigkeiten abwarf und den am Flughafen Tempelhof wartenden Kindern mit wackelnden Flügen seine Ankunft signalisierte. „Du fliegst jeden Tag über mein Haus und so erkennst du unser Haus: wir haben weiße Hühner, sie legen keine Eier mehr, weil sie Angst vor Flugzeugen haben. Aber wenn Fallschirme kommen, ist die Welt in Ordnung“, so Mercedes in ihrem Brief. Es kam jedoch kein Fallschirm, sondern stattdessen ein Päckchen mit Süßigkeiten und es entwickelte sich eine bis heute andauernde Freundschaft mit Gail Halvorsen. Über diese Geschichte wurde zudem ein Buch geschrieben. Die heute 79-jährige Mercedes Wild sprach intensiv über diese prägende Zeit der Luftbrücke. Und auch die Müdener Viertklässler hatten viele Fragen an Mercedes Wild zu ihren persönlichen Erlebnissen mitgebracht. So war unter anderem von Interesse, was es während der Luftbrücke zu essen gab und wie das alltägliche Leben in Berlin aussah. „Für uns alle war es wieder ein informativer Trip nach Berlin und wir konnten erneut intensiv in die Berliner Geschichte eintauchen“, so Heike Conrads in ihrem persönlichen Resümee. „Vielen Dank zudem an alle verantwortlichen Stellen, die uns diese Fahrt ermöglicht haben“.

Kindgerechter Rundgang durch das Museum als neues Angebot

Luftbrückenmuseum Faßberg startet am 28. März in die Saison 2020

FASSBERG. Am Samstag, dem 28. März 2020 öffnet das Luftbrückenmuseum Faßberg wieder die Türen und startet in die neue Saison rund um die Berliner Luftbrücke. Von 13 bis 17 Uhr können dann die vielen Ausstellungsobjekte, Dokumente und Zeitzeugenberichte angeschaut werden. Zudem gibt es jetzt ein spezielles Angebot für Kinder ab 10 Jahren. Das Luftbrückenmuseum Faßberg konnte gemeinsam mit den Grundschulen in Faßberg und Müden ein einzigartiges Projekt realisieren, bei dem die Kinder der beiden Schulen aktiv mitgewirkt haben. „Dank der finanziellen Unterstützung der Volksbank Südheide – Isernhagener Land – Altmark kam dabei ein tolles Ergebnis heraus – ein kindgerechter Rundgang durch das ganze Museum der mit Sicherheit begeistern wird!“, unterstreicht Paul Hicks vom Luftbrückenmuseum in Faßberg.

Foto: Chris Böttcher, TAusbZLw

Nachts im Luftbrückenmuseum Faßberg – Lesungen und Führungen

Luftbrückenmuseum Faßberg öffnet von 20 Uhr bis Mitternacht die Tore

FASSBERG. Das Luftbrückenmuseum Faßberg geht neue Wege und lädt zu einer Nacht im Museum ein. Eine Woche vor dem offiziellen Saisonstart öffnet das Luftbrückenmuseum am Freitag, dem 20. März die Tore zu einem einzigartigen Erlebnis. Von 20 Uhr bis Mitternacht gibt es die einmalige Gelegenheit, das Museum bei Nacht zu besichtigen und mehrere Lesungen über die Berliner Luftbrücke zu erleben. Desweiteren wird es Führungen durch die Ausstellung geben. Der Eintritt ist frei! Ein paar Snacks sowie kühle und warme Getränke werden kostenfrei angeboten. „Freuen Sie sich auf eine tolle Nacht im Museum. Ich denke, dass es ein paar spannende Stunden im Luftbrückenmuseum werden“, so Paul Hicks.

Nachts im Luftbrückenmuseum in Faßberg: Der „FASSBERG FLYER“ im besonderen Abendlicht.
Foto: Carsten König