Author Archives: tkohm

Rückblick auf bewegtes Jahr 2015 und Ausblick auf ein spannendes 2016

Mitgliederversammlung Förderverein Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin

FASSBERG. Der Förderverein für die 2016-02-18_Der_neue_Kurator_stellt sich_vorErinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg hatte zur Mitgliederversammlung 2016 in das Soldatenheim Oase Faßberg geladen. Dazu konnte der Vorsitzende, Paul Hicks, insgesamt 25 Vereinsmitglieder begrüssen. In diesem Jahr stand die Vorstandswahl auf der Tagungsordnung. Sowohl der Vorsitzende, Paul Hicks, als auch der 2. Vorsitzende, Ludger Osterkamp, wie auch der Schatzmeister, Gerhard Källner, und die beiden Beisitzer Fred-Oliver Ohm und Rolf Bornheber, wurden im Amt bestätigt. Neben den beiden Ehrenmitgliedern, Rainer Kruppik und Jens-Uwe Müller, konnte Hicks auch den Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, kurz TAusbZLw, Oberst Gerhard Hewera, begrüssen. Zu Beginn der Versammlung wurde den Opfern der Luftbrücke gedacht. Anschließend legte der Vorsitzende seinen Rechenschaftsbericht vor und hielt fest, dass das vergangene Jahr ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums des Museums stand. 2016-02-18_Der_neue_VorstandDazu fand Anfang März 2015 ein Empfang im Flieger horst-Club statt, bei dem neben dem Initiator des Museum, Rainer Kruppik, auch der zweite Gründungsvater der Erinnerungsstätte, Siegbert Tintemann, anwesend war, der dann ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Desweiteren wurde der neue Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin des TAusbZLw, Hauptmann Martin Sagehorn, vorgestellt. „Ich freue mich sehr, dass er diese Aufgabe übernommen hat. Hauptmann Sagehorn hat bereits viele Ideen für die Neugestaltung der Ausstellung, die wir gemeinsam in die Tat umsetzen werden“, so Hicks.

Rückblick auf zwei tolle Veranstaltungen

Versammlung ELB 2016_DC3_16_9Der jährliche Gedenktag zum Ende der Luftbrücke Faßberg – Berlin am 27. August fand wieder unter reger Beteiligung der Bundeswehr und vieler Besucher auf dem Platz der Luftbrücke in Faßberg statt. Am 28. August wurde zudem das erste Brautpaar im historischen ‚FASSBERG FLYER‘ standesamtlich getraut. „Für das Jahr 2016 haben wir bereits zwei weitere Anmeldungen. Wir freuen uns schon sehr, diese beiden Paare bei uns begrüssen zu können. Vielleicht traut sich ja noch ein Paar“, sagte Paul Hicks mit einem Augenzwinkern. Darüber hinaus hatte die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin am 1. Dezember erstmalig den Start des Adventskalenders des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V. eingeläutet. Dazu hatte der Förderverein in das Luftbrückenmuseum eingeladen und Santa Claus empfing im ‚Rosinenbomber‘ gut 60 Kinder und überreichte kleine Präsente. „Bei Stockbrot und heißem Kakao haben wir dann diesen erfolgreichen Abend ausklingen lassen und uns mit dem Verkehrsverein darauf verständigt, den Adventskalender immer am 1. Dezember bei uns im Museum starten zu lassen“, freute sich Hicks.

Ausblick – 60 Jahre Bundeswehr in Faßberg

Das kommende Jahr steht ganz im Zeichen „60 Jahre Bundeswehr am Fliegerhorst Faßberg“. Dazu wird neben weiteren Veranstaltungen über das Jahr verteilt, am 22. Juni die Big Band der Bundeswehr ab 20 Uhr zu einem Benefizkonzert auf dem Schützenplatz Faßberg gastieren. Der Förderverein wird einer der Nutznießer dieses Konzertes sein und gemeinsam mit dem Förderverein Präventionsrat Faßberg e.V. den Spendenerlös erhalten. Mit der Vorstellung des neuen Internetauftritts wurde die Tagesordnung schließlich komplettiert. Die Adresse lautet www.luftbrueckenmuseum.de. Zudem wurde eine Fundraising-Seite unter http://airliftberlin.memorial eingerichtet, um das avisierte Kultur- und Besucherzentrum mit zu finanzieren.

Luftbrückenmuseum öffnet am 19. März 2016

Das Luftbrückenmuseum startet am Samstag, Versammlung ELB 2016_Eingangsbereich_16_9den 19. März in die neue Saison und wird bis zum 16. Oktober 2016 geöffnet sein. „Für Samstag, den 12. März 2016 um 9 Uhr laden wir wieder alle Mitglieder ein, um den Frühjahrsputz durchzuführen. Ich würde mich freuen, wieder viele helfende Hände begrüssen zu können“, unterstrich der Vorsitzende abschließend.

 

Luftbrückenmuseum Faßberg eröffnete den Adventskalender 2015

Santa Claus empfing Kinder im historischen Rosinenbomber

FASSBERG. Die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg hat den Start des diesjährigen Adventskalenders des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V. eingeläutet. Dazu hatte der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in das Luftbrückenmuseum nach Faßberg eingeladen. Im historischen Rosinenbomber, dem FASSBERG FLYER, empfing Santa Claus die Kinder und überreichte kleine Präsente. Insgesamt hatten sich gut 65 Kinder mit ihren Eltern in der Luftbrücke eingefunden, um Santa zu sehen sowie bei Stockbrot und heißem Kakao einen weihachtlichen Nachmittag zu verbringen. Die Nachmittagsgruppe des evangelischen Kindergartens an der Hasenheide hatte zuvor das Winterlied „Jingle Bells“ gesungen. Die Geschichte des Santa Claus im Rosinenbomber geht auf eine Initiative von Faßberger Piloten zurück, die während der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/49 für nahezu 20.000 Kinder Geschenke und kleine Gaben von Faßberg aus in die blockierte Stadt geflogen hatten. „Es war ein toller Auftakt unseres diesjährigen Adventskalenders. Wir haben uns darauf geeinigt, diesen Event nunmehr an jedem 1. Dezember hier im Luftbrückenmuseum starten zu lassen“, so die einhellige Meinung von Michael Hoffmann, Sprecher des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V., und Paul Hicks, Vorsitzender des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg.

Adventskalender_Stockbrot

Stockbrot und heißer Kakao vor dem
Rosinenbomber in Faßberg.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Adventskalender_Jingle BellsDie Nachmittagsgruppe des evangelischen Kindergartens Hasenheide sangen das Winterlied Jingle Bells.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Adventskalender_SantaSanta Claus empfing die Kinder im
FASSBERG FLYER.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Adventskalender des Verkehrsvereins Müden/Örtze 2015

Das erste Türchen des diesjährigen Adventskalenders des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V. wird am Dienstag, den 1. Dezember in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg geöffnet. In der Zeit von 15:30 bis 18:00 Uhr öffnet das Luftbrückenmuseum dazu seine Türen und im Rosinenbomber (FASSBERG FLYER) wird Santa Claus für die Kinder eine kleine Überraschung Kinder haben.
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66. Jahrestag Luftbrücke Berlin

Gemeinde und Standort Faßberg erinnern mit Kranzniederlegung der Opfer
Gedenkveranstaltung zum 66. Ende der Luftbrücke Faßberg – Berlin

Oberst Gerhard Hewera

Oberst Gerhard Hewera

FASSBERG (ph). Pünktlich um 11 Uhr eröffnete der Posaunenchor Faßberg-Müden unter der Leitung von Hans-Heinrich Sander die Gedenkveranstaltung anlässlich des 66. Jahrestages des Endes der Luftbrücke Faßberg – Berlin am 27. August 1949 auf dem Platz der Luftbrücke in Faßberg. Alljährlich erinnern der Bundeswehrstandort Faßberg, die Gemeinde Faßberg und der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg der Opfer der Luftbrücke Berlin mit einer Kranzniederlegung am Luftbrückengedenkstein.

In seiner Rede vor den angetretenen Soldaten des Standortes Faßberg und vielen Gästen ging der Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw) und Standortälteste Faßberg, Oberst Gerhard Hewera, zunächst auf die politischen Entwicklungen ein, die letztlich zur Blockade Berlins und der Einrichtung der Luftbrücke führten, um den Menschen in der eingeschlossen Hauptstadt humanitäre Hilfe zu leisten. Neben einigen Zeitzeugen konnte Oberst Hewera auch Landrat Klaus Wiswe, die Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Kirsten Lühmann, den Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages, Ernst-Ingolf Angermann, den Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Faßberg, Winfried Hoff, und den Vorsitzenden des Fördervereins für die Erinnerungsstätte, Paul Hicks, begrüßen. „Faßberg war neben Celle der Pfeiler in der Kohleversorgung der Berliner Bürger. Kohle, die für die Kraftwerke gebraucht wurde, um die lebensnotwendigen Energien in Form von Strom und Wärme zu produzieren, damit in der Stadt wenigstens in Grundzügen ein geregeltes Leben stattfinden konnte“, so Hewera, der zudem unterstrich, dass die Luftbrücke aber auch Opfer forderte und 31 Amerikaner, 39 Briten und neun Deutsche dafür ihr Leben lassen mussten. Mit der Einrichtung der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg im Jahr 1990 verfügen der Bundeswehrstandort und die Gemeinde Faßberg ein Museum, in dem die Geschehnisse der Luftbrückenzeit aufgearbeitet wurden. „Dass wir mit der Erinnerungsstätte einen geschichtlich bedeutenden Anteil zum Angebot in Niedersachsen leisten, beweist auch ein Blick auf die Besucherzahlen. So können wir uns mittlerweile über nahezu 8.000 Besucherinnen und Besucher jährlich freuen, welche die liebevoll geleiteste Arbeit in unserem Luftbrückenmuseum wertschätzen. Es bleibt zu hoffen, dass der „Geist“ der Luftbrücke auch weiterhin durch Faßberg wehen wird“, sagte Oberst Hewera abschließend, bevor die Kränze niedergelegt wurden und der Posaunenchor das Lied „Der gute Kamerad“ intonierte.
 
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Kranzniederlegung auf dem Platz der Luftbrücke in Faßberg mit Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, Oberst Gerhard Hewera, Oberstleutnant Roger Specht, Gemeindeoberamtsrat Winfried Hoff, MdB Kirsten Lühmann, Hauptmann Martin Sagehorn, Landrat Klaus Wiswe und MdL Ernst-Ingolf Angermann (v.l.).
Fotos: Hauptmann (w) Sylvia Friedrich, TAusbZLw

CCCD besucht Luftbrückenmuseum

Pressemitteilung vom 15.05.2015

Ausfahrt führte 40 historische Straßenkreuzer zur Erinnerungsstätte in Faßberg
Classic Cadillac Club Deutschland e.V. besuchte Luftbrückenmuseum

FASSBERG (ph). Der Classic Cadillac Club (CCCD) Deutschland e.V. besuchte die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin (ELB) in Faßberg. Mit 40 historischen Fahrzeugen waren die 74 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen CCCD-Treffens von Celle aus in den Nordkreis gefahren, um das Luftbrückenmuseum zu besichtigen. Bei strahlendem Sonnenschein trafen die Fahrzeuge in zwei Konvois über Schmarbeck und die Ortsmitte Faßberg kommend pünktlich um 11 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Museum ein. Dort wurden sie bereits von vielen interessierten Menschen erwartet. Mit nahezu sechs Metern Länge dauerte es einige Zeit, bis die Oldtimer so eingeparkt waren, dass alle Karossen ihren Platz fanden. Empfangen wurden die Teilnehmer des Classic Cadillac Clubs durch den Vorsitzenden des Fördervereins für die ELB e.V., Paul Hicks, der nach der Begrüßung gemeinsam mit Ludger Osterkamp und Fred-Oliver Ohm anschließend die Führungen durchführte. Zeitgleich waren auch sechs historische Trecker in Faßberg angekommen, die auf Ihrer eigenen Route ebenfalls an der Luftbrücke vorbeikamen. Somit gesellten sich ein Eicher und fünf Hanomag Traktoren zu den US-Limousinen. „Wir haben uns sehr über den geplanten Besuch der Cadillacs und den Spontanbesuch der Traktorenfahrer gefreut. Es war ein großartiger Event, der viele Besucherinnen und Besucher angelockt hat, die nicht nur die US Limousinen bestaunen wollten, sondern auch einen Abstecher in das Museum gemacht haben“, so Hicks, der dem 1. Vorsitzenden des CCCD, Klaus Zipp, für den Halt in Faßberg dankte. Unter dem Motto Military Day ging es für den Konvoi nach einem Mittagessen in der Oase „Haus Schlichternheide“ gegen 14 Uhr weiter zum Panzermuseum nach Munster.

Ein tolles Bild: Einige der Cadillacs hatten sich vor dem FASSBERG FLYER zu einem Gruppenfoto aufgereiht. Foto: Paul Hicks
Ein tolles Bild: Einige der Cadillacs hatten sich vor dem FASSBERG FLYER zu einem Gruppenfoto aufgereiht.
Foto: Paul Hicks

40 historische Cadillacs waren zum Luftbrückenmuseum nach Faßberg gekommen. Foto: Paul Hicks
40 historische Cadillacs waren zum Luftbrückenmuseum nach Faßberg gekommen.
Foto: Paul Hicks

Der Vorsitzende der Fördervereins ELB e.V., Paul Hicks, freute sich über eine tollen Event am Luftbrückenmuseum. Foto: privat
Der Vorsitzende der Fördervereins ELB e.V., Paul Hicks, freute sich über eine tollen Event am Luftbrückenmuseum.
Foto: privat

Ein Cadillac parkte direkt vor dem Haupteingang zum Museum. Foto: Paul Hicks
Ein Cadillac parkte direkt vor dem Haupteingang zum Museum.
Foto: Paul Hicks

65. Jahrestag Luftbrücke Berlin

Die Erinnerung wird halten!

Faßberg würdigt mit prominenter Berliner Beteiligung das Ende der Luftbrücke

Faßberg, 28. August 2014 | Vor 65 Jahren endete die Blockade der Westsektoren Berlins. Gestern vor 65 Jahren war die letzte von insgesamt 540.000 Tonnen Kohle innerhalb eines guten Jahres gemeinsam von der US Air Force und der Royal Air Force vom Flugplatz Faßberg in der Lüneburger Heide nach Berlin geflogen worden.

In diesem Jahr gab es vielleicht die letzte Gelegenheit, die logistische und fliegerische Meisterleistung der Luftbrücke mit deren Veteranen zu feiern. Geoffry Smith war 1949 in Berlin-Gatow stationiert. Zusammen mit acht weiteren Veteranen war der 85-jährige ehemalige Flugzeug-Elektriker aus England zur Feier in das Fliegerstädtchen in der Heide gereist. Das Ende der Luftbrücke am 27. August zu feiern, ist für mich etwas besonderes. Auch wenn die Berlin-Blockade schon im Mai offiziell vorbei war, flogen wir immer noch Güter nach Berlin. Gestern gedachten wir wirklich dem letzten Flieger der Luftbrücke, der von Faßberg nach Berlin-Gatow startete,“ so Smith.

An Gottesdienst, Kranzniederlegung und gemeinsamen Essen nahmen neben den Veteranen auch Gäste aus Berlin teil, die vor 65 Jahren die Kohle auf dem Flugplatz Berlin-Gatow im heutigen Bezirk Spandau entladen hatten. Angeführt vom Bürgermeister des 220.000 Einwohner großen Bezirks, Helmut Kleebank, war eine 65-köpfige Gruppe angereist: Wir haben Faßberg eigentlich erst in den letzten Jahren entdeckt und sind heute froh, dass hier in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin vieles bewahrt wurde, was den Berlinern in der Nachkriegszeit das Überleben ermöglichte.“ Der Vorsitzende des Fördervereins der Erinnerungsstätte Paul Hicks freute sich, dass auf Grund der jüngsten Kontakte auch die Stiftung Luftbrückendank des Landes Berlin nun zu den Förderern der Faßberger Institution zählt. Die Vorstandsvorsitzende der Berliner Stiftung Luftbrückendank Anna-Margareta Peters dankte den Veteranen dafür, dass sie den Weg auf sich genommen haben. Die Welt von heute zeigt uns: Millionen von Menschen brauchen eine Luftbrücke. Wenn wir uns das vor Augen führen, dann wird unser Dank für damals noch größer und fester und die Erinnerung wird halten.“
Die Berliner Stiftung hatte zum Jubiläum ihre Ausstellung Friends Always“ mitgebracht, die am gestrigen Nachmittag in der Lerchenschule eröffnet wurde. Stiftungsgeschäftsführer Heinz-Gerd Reese machte bei der Eröffnung deutlich: Die Erinnerungen an die Meisterleistung der Luftbrücke müssen bewahrt werden. Das betonte schon der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt, der die Stiftung Luftbrückendank 1959 zum 10. Jahrestag der Blockade gründete. Ich freue mich, dass wir heute in Faßberg auf sehr persönliche Art unseren Dank als Berliner an die britischen Veteranen und an die Bewohner dieser wunderschönen Gemeinde in der Lüneburger Heide überbringen können.“

Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl hob den Nutzen der Kontakte zu den Berlinern für die Heidegemeinden hervor: Natürlich freuen wir uns über jeden zusätzlichen Touristen. Aber wir blicken auch auf die Luft- und Raumfahrtszene an den Hochschulen in Berlin. Wir können hier in Faßberg Bedingungen zur Unternehmensgründung bieten, wie man sie woanders kaum findet.“

Partner (v.l.n.r.) – Paul Hicks, Vorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Frank Bröhl, Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Helmut Kleebank, Bürgermeister von Spandau, Anna-Margareta Peters, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Luftbrückendank des Landes Berlin und Heinz-Gerd Reese, Geschäftsführer der Stiftung Luftbrückendank
Partner (v.l.n.r.) – Paul Hicks, Vorsitzender des Fördervereins Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Frank Bröhl, Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Helmut Kleebank, Bürgermeister von Spandau, Anna-Margareta Peters, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Luftbrückendank des Landes Berlin und Heinz-Gerd Reese, Geschäftsführer der Stiftung Luftbrückendank

Wolfgang Schmidt (links) lebte als Kind auf dem Militärgelände in Gatow, wo Geoffry Smith (rechts) stationiert war
Wolfgang Schmidt (links) lebte als Kind auf dem Militärgelände in Gatow, wo Geoffry Smith (rechts) stationiert war

64. Jahrestag Luftbrücke Berlin

Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V.

Faßberger Bürger und Soldaten gedenken Ende der Berliner Luftbrücke

von Matthias Blazek

Faßberg. Der letzte Flug von Faßberg im Rahmen der Berliner Luftbrücke jährte sich am 27. August zum 64. Mal. Er wurde mit einer kleinen Gedenkfeier auf dem Platz der Luftbrücke am Faßberger Rathaus gewürdigt. Musikalisch wurde die Veranstaltung durch den Posaunenchor Müden/Faßberg mit Beethovens Die Himmel rühmen eingeleitet.
Am 27. August 1949 verließ das letzte Kohlenflugzeug die damalige Royal Air Force Station FASSBERG, um das Ende der Luftbrücke Berlin einzuläuten und die letzten Tonnen Kohle aus der Heide in die eingeschlossene Stadt zu transportieren. Rund 540.000 Tonnen des schwarzen Goldes wurden von Faßberg aus nach Berlin geflogen.
Als besonderen Ehrengast konnte der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V.(FöVELB), Paul Hicks, neben dem Bundestagsabgeordneten Henning Otte ganz besonders Zeitzeugin Mercedes Wild, langjährige Freundin von Gail Halvorsen, eines Piloten der amerikanischen Luftwaffe während der Berliner Luftbrücke und heutigem Oberst a.D., begrüßen.

Immer wenn Halvorsen seinerzeit Tempelhof angeflogen hatte, erschreckte er die weißen Hühner von Mercedes Familie, die daraufhin in den Stall rannten, ihre Federn verloren und keine Eier mehr legten. In einem Brief an ihn protestierte, die damals neunjährige Mercedes und bat um süße Entschädigung. Halvorsen wollte als Wiedergutmachung extra über ihrem Haus Süßes abwerfen, konnte aber die Hühner aus dem Flieger nicht sehen. Also ging ein Päckchen mit Kaugummi und Schokolade in die Post. Daraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft. Immer, wenn Halvorsen Berlin besucht, übernachtet er bei der Familie von Mercedes und Peter Wild. Und das seit 1972 schon 35-mal, mit einem bis zu 25 Personen starken Familienanhang. Das ist Familienfreundschaft über Generationen hinweg , sagt Mercedes Wild, die mit ihrem Mann zur Gedenkveranstaltung nach Faßberg gekommen ist.

Der Garten sei derselbe, nur würden heute der Nussbaum und die weißen Hühner fehlen, so Wild. Der berühmte Brief vom 4. November 1948 werde bei jedem Besuch Halvorsens hervorgeholt und gezeigt.

63. Jahrestag Luftbrücke Berlin

Gedenkfeier in Faßberg

von Rainer Kruppik
 
Faßberg | Traditionell, wie in jedem Jahr, wurde am 27.8. 2012 in einer kleinen Feierstunde 374112a0d50e32001an den letzten Flug, während der Luftbrücke von Faßberg nach Berlin, gedacht. Vor 63 Jahren wurden die letzten Tonnen Kohle von insgesamt 540 000 Tonnen von dem kleinen Heideort ins blockierte Berlin geflogen. Im regelmäßigen Turnus werden die Gedenkreden von Vertretern der Gemeinde Faßberg, der Bundeswehr und dem Förderverein der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. gehalten. In diesem Jahr wurde die kurze Rede, in der an die Opfer der Luftbrücke gedacht wurde, vom Standortältesten Faßberg gehalten. Anschließend wurde ein Kranz des Fördervereins am Gedenkstein auf dem Platz der Luftbrücke niedergelegt.
Bemerkenswert war die große Teilnahme der Soldaten der Bundeswehr und befreundeten französischen Streitkräfte an der Feierstunde.

20 Jahre Erinnerungsstätte

Museum feiert 20-jähriges Jubiläum

Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin feierte 20-jähriges Jubiläum und Schutzdach über den FASSBERG FLYER wurde feierlich eingeweiht

FASSBERG. Am 21. August 2010 konnte der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin (ELB) e.V. in Faßberg gemeinsam mit der Technische Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3) das 20-jährige Jubiläum der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg feiern.

Gleichzeitig wurde das neue Schutzdach für den FASSBERG FLYER, eine Douglas DC-3, eingeweiht. Zu dieser Veranstaltung konnte der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Paul Hicks, viele Honoratioren und Gäste willkommen heißen. „Ich freue mich, mit Rainer Kruppik einen der Mitbegründer der Erinnerungsstätte begrüssen zu können. Die Erinnerungsstätte hatte zwar schon am 3. März diesen Jahres Geburtstag, aber aufgrund der unsicheren Witterung haben wir uns entschlossen, diese Feier in einen wärmeren Monat zu legen“, so Hicks in seiner Ansprache. Leider konnte es der zweite Vater des Museums, Siegbert Tintemann nicht nach Faßberg schaffen und so blieb dem Vorsitzenden nur der Dank nach Fehmarn, wo er nunmehr seinen Wohnsitz hat. Als besondere Gäste konnte Paul Hicks neben Bürgermeister Hans-Werner Schlitte und dem Vertreter der TSLw 3, Oberstleutnant Gerd Scholz auch die Bundestagsabgeordneten Henning Otte (CDU) und Kirsten Lühmann (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Karl-Heinrich Langspecht (CDU) und Rolf Meyer (SPD) willkommen heißen. Auch der Bürgermeister der Stadt Bergen, Rainer Prokop, ließ es sich nicht nehmen, nach Faßberg zu reisen, ebenso wie der Geschäftsführer der Stiftung Luftbrückendank des Berliner Senats, Heinz-Gerd Reese. Einen besonderen Dank richtete Hicks an die Ratsmitglieder, die Gemeindeverwaltung und alle Mitstreiter der Erinnerungsstätte, ohne deren Mithilfe viele Projekte nicht realisierbar gewesen wären. Insbesondere freute sich der Vorsitzende,

dass sich einige ehemalige Angehörige der German Civil Labour Organisation (GCLO) eingefunden hatten, die damals für die Verladung der Kohle in die Flugzeuge verantwortlich waren. Spontan hatten sich zudem vier Schülerinnen und Schüler der Peter-Härtling-Schule in Faßberg bereit erklärt hatten, dem Verein an diesem Samstag helfend zur Seite zur stehen. „Die Erinnerungsstätte hat sich in den letzten 20 Jahren über die Grenzen der Gemeinde und des Landkreises hinaus etabliert und einen überaus positiven Namen erarbeitet. Dahinter steht eine nicht unerhebliche Arbeit aller Vereinsmitglieder und die des Vorstandes. Diese Arbeit erntet immer wieder Respekt, Lob und Anerkennung. Der Standort und die Gemeinde besitzen mit der Erinnerungsstätte ein einmaliges Museum, dass in vielen nationalen und internationalen Publikationen erwähnt und als markante Wegmarke in der Region herausgehoben wird“, so Paul Hicks, der anschließend zum zweiten Ereignis überleitete, dass den Tag bestimmte: Die Einweihung des Schutzdaches über den FASSBERG FLYER. Mit der Fertigstellung des Daches konnte ein wesentlicher Schritt zum Erhalt des Faßberger Rosinenbombers getan werden. “Ich bin wirklich stolz, dass wir es nach vielen Jahren nun gemeinsam mit unseren Sponsoren schaffen konnten, dieses Dach zu errichten“, so Hicks und dankte auch der Firma Cornils, deren Mitarbeiter sich auch durch Eis und Schnee nicht abschrecken ließen und das Dach nach fast sechs Monaten fertig stellen konnten. Als weiterer Höhepunkt des Tages wurde dann das neue Schild mit den Sponsoren feierlich enthüllt.

61. Jahrestag Luftbrücke Berlin

37 Veteranen der British Berlin Airlift Association zu Gast in Faßberg

 

Faßberger gedenken des 61. Jahrestages der Luftbrücke Berlin


FASSBERG. Zum Ende des letzten Fluges der Luftbrücke von Faßberg nach Berlin gedachten wieder viele Faßbergerinnen und Faßberger der alliierten und deutschen Frauen und Männer, die damals um die eingeschlossene ehemalige Hauptstadt kämpften und ihr Leben lassen mussten. Wie in jedem Jahr laden die Gemeinde und der Standort Faßberg sowie der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. zum 27. August ein, um gemeinsam an dieses großartige Unternehmen zu erinnern, aber auch der zahlreichen Opfer zu gedenken, die dafür starben. Neben vielen Faßbergern und Angehörigen des Fliegerhorstes waren auch wieder britische Luftbrückenveteranen in die Heide gereist, um an dieser Gedenkveranstaltung teilzunehmen. Die 37 Angehörigen der British Berlin Airlift Association übergaben am Ende der Zeremonie eine Freundschaftsurkunde an die Gemeinde Faßberg. Stellvertretend für die Faßberger nahm Bürgermeister Hans-Werner Schlitte diese Auszeichnung entgegen.

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Darüber hinaus konnte der Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks, auch ehemalige Angehörige der German Civil Labour Organisation begrüßen, die während der Luftbrückenzeit für die Verladung der Kohle von Eisenbahnwaggons in die Flugzeuge zuständig waren. Ebenso konnte Hicks den Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3) und Standortältesten Faßberg, Oberst Rainer Steinohrt, sowie den Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 10 ‚Lüneburger Heide’, Oberst Martin Weißenfels und weitere Vertreter der Dienststellen des Standortes Faßberg willkommen heißen. Der Posaunenchor Müden unter der Leitung von Hans-Heinrich Sander ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung zu untermalen. In seiner Rede ging Paul Hicks auf die große Jubiläumsfeier im Jahr 2009 ein, zu der viele prominente Gäste aus Nah und Fern angereist waren und immer wieder auf die geschichtliche Bedeutung der Luftbrücke Berlin für Deutschland und Europa hinwiesen. „Ich möchte den Faden aus dem vergangenen Jahr gerne aufnehmen

und zusammenfassen, dass dieses großartige Unternehmen und die humanitäre Leistung der drei Westalliierten vor 61 Jahren nicht in Vergessenheit geraten darf. Mit der Einrichtung der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin hier in Faßberg werden wir dafür sorgen, dass die Geschichte der Luftbrücke Berlin nicht verblassen wird“, so Paul Hicks, der auch erwähnte, dass die Erinnerungsstätte mittlerweile seit 20 Jahren existiert und immer mehr Besucherinnen und Besucher begeistert. „Wir würden heute nicht in einem geeinten Deutschland mit einer freien Hauptstadt Berlin leben, wenn die Luftbrücke gescheitert wäre“ so der Vorsitzende, der auch betonte, dass aus heutiger Sicht nur erahnt werden kann, wir zermürbend diese Zeit für die Berlinerinnen und Berliner gewesen sein mag und wie sehr die eingeschlossenen Menschen auf Amerika, Großbritannien und Frankreich, aber auch Westdeutschland geblickt haben. Die Gedenkveranstaltung endete dann mit der Kranzniederlegung am Luftbrückengedenkstein auf dem Platz der Luftbrücke der Gemeinde Faßberg.
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Rede des Vorsitzenden Paul Hicks am 27.08.2010

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Sehr geehrte Faßbergerinnen und Faßberger,
liebe Freundinnen und Freunde der Erinnerungsstätte Luftbrücke,
sehr geehrte Damen und Herren,
bevor ich beginne, lassen Sie mich zuvor einige Persönlichkeiten namentlich willkommen heißen. So begrüße ich recht herzlich unseren Bürgermeister, Herrn Hans-Werner Schlitte, den Kommandeur der Technischen Schule der Luftwaffe 3, Herrn Oberst Rainer Steinohrt, den Kommandeur des Transporthubschrauberregiments 10 ‚Lüneburger Heide’, Herrn Oberst Weißenfels und den stellvertretenden Kommandeur der Deutsch-Französischen Ausbildungseinrichtung TIGER, Lieutenant Colonel Stéphane Siess und den spanischen Verbindungsoffizier, Capitan Carlos Perez Inclan. Ich begrüße auch die Vertreter des Standortes Faßberg, die Ortsvorsteher, Ratsmitglieder und Angehörigen der Gemeindeverwaltung sowie die Mitglieder des Fördervereins und die Freude der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin sowie unser Ehrenmitglied und Kurator, Rainer Kruppik.
Ich freue mich außerdem, heute den Posaunenchor aus Müden begrüßen zu können, der die Veranstaltung musikalisch untermalen wird.
Darüber hinaus ist es wieder schön, unsere englischen Freunde der British Berlin Airlift Association zu begrüßen, die immerhin mit 37 Personen angereist sind. Ebenso freue ich mich, ehemalige Angehörige der German Civil Labour Organization hier zu sehen.
Geoff Smith und Colin Cottle von der British Berlin Airlift Association haben wieder ein strammes Programm für die englischen Luftbrückenveteranen auf die Beine gestellt und sind nunmehr bereits seit gut einer Woche in Deutschland. Leider weilt unsere liebe Freundin Doreen nicht mehr unter uns. Sie hat uns Anfang des Jahres verlassen. Wir werden ihr Gedenken in Ehren bewahren und sie im Herzen behalten.

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Dear Josie and Colin, dear Geoff,
again I can say, that I am more than glad and pleased to see you here in Fassberg for this special occasion. You have accompanied us now for so many years and everytime we see each other, it is truly a warm and pleasant atmosphere. Nevertheless, it was a shock to us, when we heared that Doreen had passed away. We surely know how deep her feelings for Fassberg were, and how her emotions carried her through all the visits to Germany. However, she worked hard to keep the remembrance of the Airlift alive. Throughout the years, Doreen had made many friends in Germany, and I may say that she certainly leaves a gap. Dear Geoff, please be assured that Doreen will not be forgotten. She will be in our hearts forever.
As Doreen had engaged herself with the Airlift, so did many other Airlift Veterans. You all have managed to keep the spirit alive until today. Together with us here at Fassberg, we have certainly created a Airlift environment which will preserve the purport for future generations. Please be aware that we will do our very best to continue this fruitful work, which you have started.


Meine Damen und Herren,
es ist mir eine Ehre, Sie zum Ende der Luftbrücke Berlin vor 61 Jahren zu unserer alljährlichen Gedenkveranstaltung begrüssen zu dürfen. Wir hatten uns im vergangenen Jahr zu einer großen Feier getroffen, zu der viele Gäste aus Nah und Fern angereist waren und ich denke, dass diese Veranstaltung ein Highlight in der Geschichte der Gemeinde war.
Ich möchte den Faden aus dem vergangenen Jahr gerne aufnehmen und zusammenfassend auf die vielen prominenten Redner verweisen, die allesamt betont hatten, dass dieses großartige Unternehmen und die humanitäre Leistung der drei Westalliierten vor 61 Jahren nicht in Vergessenheit geraten darf. Mit der Einrichtung der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin hier in Faßberg werden wir dafür sorgen, dass die Luftbrücke Berlin nicht verblassen wird. Am vergangenen Samstag konnte wir bereits das 20-jährige Jubiläum unseres kleinen Museums feiern, zu dem ebenfalls wieder viel Prominenz angereist war. Viele hochkarätige Gäste hatten auch letztes Jahr den Weg nach Faßberg gefunden, um an das erfolgreiche Ende der Luftbrücke zu erinnern. So waren neben dem jetzigen Bundespräsidenten Christian Wulff auch der damalige Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz in die Heide gekommen, ebenso wie der britische Botschafter und die amerikanische Generalkonsulin aus Hamburg. Es war eine wirkliche Freude zu sehen, wie alle unsere Gäste das Gespräch mit den britischen und amerikanischen Luftbrückenveteranen und mit den deutschen Arbeitern der Luftbrücke suchten.
Natürlich, und ich sage es immer wieder! Die Luftbrücke Berlin war nur ein Wimpernschlag in der Zeitgeschichte und es gab und gibt größere und bedeutendere Ereignisse, die oftmals die Luftbrücke überstrahlen. Dennoch, und da bin ich mir auch sicher, würden wir heute nicht in einem geeinten Deutschland mit einer freien Hauptstadt Berlin leben, wenn die Luftbrücke gescheitert wäre.

Aber letztlich sind es wir alle, die solche oder ähnliche Ereignisse positiv beeinflussen und anderen Menschen helfen können. Und ist es immer segensreich, wenn wir uns auch auf andere Menschen stützen können, die sich uns zur Seite stellen und helfen. Oftmals setzen diese helfen Hände unter Umständen sogar ihr Leben für andere ein. So wie die Berlinerinnen und Berliner im Jahr 1948, die ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen, als die Luftbrücke zu scheitern drohte und es auf der Kippe stand, ob sich die Westalliierten aus Berlin zurückziehen und dem Druck der Sowjets nachgeben. Unter der Führung ihres Bürgermeisters Ernst Reuter hatte die Stadt Berlin der westlichen Welt unmissverständlich verdeutlicht, dass sie hinter der Idee des amerikanischen Generals Lucius D. Clay stand, das eingeschlossene West Berlin aus der Luft zu versorgen. Wir können heute nur erahnen, wie zermürbend diese Zeit für jeden einzelnen gewesen sein muss. Wir sehr die Berlinerinnen und Berliner auf Amerika, Großbritannien, Frankreich, aber auch Westdeutschland geblickt und auf ein Zeichen gewartet haben. Daher können wir uns aus heutiger Sicht nur verneigen und bei allen anwesenden Veteranen, alliierten wie deutschen bedanken, dass sie ausreichend Stehvermögen und politischen Durchhaltewillen besaßen, um dieses gigantische Unternehmen zum Erfolg zu führen. Gemeinsam mit der deutschen Bevölkerung in Westdeutschland sowie mit den Berlinerinnen und Berlinern bildeten die Westalliierten bald eine derart gewaltige Macht, die schließlich die Blockade zum Einsturz brachte.
Meine Damen und Herren, wir sind heute zusammen gekommen, um nicht nur die Leistung aller Beteiligten zu würdigen, sondern auch der Opfer zu gedenken, die während der Luftbrücke ihr Leben lassen mussten.

Mit der Grenzöffnung und der Aufhebung der Blockade am 12. Mai 1949 gab Stalin schließlich sein Vorhaben auf, Westberlin zu vereinnahmen und die Westalliierten aus der Stadt zu vertreiben. Die Luftbrücke war erfolgreich. Doch dies war natürlich der Beginn einer neuen Ära, die des Kalten Krieges. Doch auch der Kalte Krieg konnte überwunden werden und Deutschland seine Wiedervereinigung feiern. Dank der Willensstärke aller damals beteiligten Nationen hat sich Deutschland zu einem demokratischen Vorreiter in Europa entwickelt und setzt immer wieder positive Zeichen der Hilfe und Unterstützung – Weltweit.
Die Faßberger, gemeinsam mit den Briten und Amerikanern auf dem Fliegerhorst sowie den deutschen Arbeitern im Lager Trauern, hatten mit rund 540.000 Tonnen geflogener Kohle einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg der Berliner Luftbrücke. Und wenn wir einen Blick auf die Geschichte werfen, war und ist der Erfolg der Luftbrücke mehr als nur ein materieller Sieg. Er war auch ein Triumph über Diktatur und Unterdrückung. Der Sieg der Luftbrücke war letztlich auch ein Sieg demokratischer Strukturen und ein Garant für Stabilität, Frieden und Sicherheit in Europa bis zum heutigen Tag. Deutschland hat diese positiven demokratischen Strukturen für sich zu nutzen gewusst und steht heute fest verankert in der Welt als Freund und Helfer anderen Völkern zur Seite.