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66. Jahrestag Luftbrücke Berlin

Gemeinde und Standort Faßberg erinnern mit Kranzniederlegung der Opfer
Gedenkveranstaltung zum 66. Ende der Luftbrücke Faßberg – Berlin

Oberst Gerhard Hewera

Oberst Gerhard Hewera

FASSBERG (ph). Pünktlich um 11 Uhr eröffnete der Posaunenchor Faßberg-Müden unter der Leitung von Hans-Heinrich Sander die Gedenkveranstaltung anlässlich des 66. Jahrestages des Endes der Luftbrücke Faßberg – Berlin am 27. August 1949 auf dem Platz der Luftbrücke in Faßberg. Alljährlich erinnern der Bundeswehrstandort Faßberg, die Gemeinde Faßberg und der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg der Opfer der Luftbrücke Berlin mit einer Kranzniederlegung am Luftbrückengedenkstein.

In seiner Rede vor den angetretenen Soldaten des Standortes Faßberg und vielen Gästen ging der Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw) und Standortälteste Faßberg, Oberst Gerhard Hewera, zunächst auf die politischen Entwicklungen ein, die letztlich zur Blockade Berlins und der Einrichtung der Luftbrücke führten, um den Menschen in der eingeschlossen Hauptstadt humanitäre Hilfe zu leisten. Neben einigen Zeitzeugen konnte Oberst Hewera auch Landrat Klaus Wiswe, die Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Kirsten Lühmann, den Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages, Ernst-Ingolf Angermann, den Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Faßberg, Winfried Hoff, und den Vorsitzenden des Fördervereins für die Erinnerungsstätte, Paul Hicks, begrüßen. „Faßberg war neben Celle der Pfeiler in der Kohleversorgung der Berliner Bürger. Kohle, die für die Kraftwerke gebraucht wurde, um die lebensnotwendigen Energien in Form von Strom und Wärme zu produzieren, damit in der Stadt wenigstens in Grundzügen ein geregeltes Leben stattfinden konnte“, so Hewera, der zudem unterstrich, dass die Luftbrücke aber auch Opfer forderte und 31 Amerikaner, 39 Briten und neun Deutsche dafür ihr Leben lassen mussten. Mit der Einrichtung der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg im Jahr 1990 verfügen der Bundeswehrstandort und die Gemeinde Faßberg ein Museum, in dem die Geschehnisse der Luftbrückenzeit aufgearbeitet wurden. „Dass wir mit der Erinnerungsstätte einen geschichtlich bedeutenden Anteil zum Angebot in Niedersachsen leisten, beweist auch ein Blick auf die Besucherzahlen. So können wir uns mittlerweile über nahezu 8.000 Besucherinnen und Besucher jährlich freuen, welche die liebevoll geleiteste Arbeit in unserem Luftbrückenmuseum wertschätzen. Es bleibt zu hoffen, dass der „Geist“ der Luftbrücke auch weiterhin durch Faßberg wehen wird“, sagte Oberst Hewera abschließend, bevor die Kränze niedergelegt wurden und der Posaunenchor das Lied „Der gute Kamerad“ intonierte.
 
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Kranzniederlegung auf dem Platz der Luftbrücke in Faßberg mit Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, Oberst Gerhard Hewera, Oberstleutnant Roger Specht, Gemeindeoberamtsrat Winfried Hoff, MdB Kirsten Lühmann, Hauptmann Martin Sagehorn, Landrat Klaus Wiswe und MdL Ernst-Ingolf Angermann (v.l.).
Fotos: Hauptmann (w) Sylvia Friedrich, TAusbZLw