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Luftbrückenmuseum Faßberg zeigt vom 28.08. bis 22.09.17 CARE Ausstellung

Ausstellung ‚Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen‘ in Faßberg

FASSBERG. Vom 28. August bis 22. September 2017 präsentiert das Luftbrückenmuseum in Faßberg die Ausstellung „Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen“. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg e.V. und dem Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe entwickelte der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg das Konzept für diese kombinierte Ausstellung, die um das Thema Unterstützung und CARE-Pakete während der Berliner Luftbrücke 1948/49 aus Niedersachsen und Faßberg ergänzt wurde. „Wir freuen uns sehr, diese tolle Ausstellung hier in Faßberg präsentieren zu können und hoffen auf viele Besucherinnen und Besucher, die sich über das weltweite Engagement von CARE informieren möchten“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden.


Die Ausstellung „Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen“ wird vom 28. August bis 22. September 2017 im Faßberger Luftbrückenmuseum zu sehen sein.
Foto: Bianca Paulsen, soul-effigy


Vorsitzender Paul Hicks freut sich sehr, diese tolle Ausstellung zusammen mit CARE in Faßberg zeigen zu können.
Foto: Bianca Paulsen, soul-effigy

Über 70 Jahre weltweite Hilfe

Gegründet 1945 in den USA, half CARE Millionen von Menschen im Nachkriegseuropa mit den bis heute bekannten und geliebten CARE-Paketen. Schmalz, Kaffee, Milch… Die Pakete waren Botschafter der Versöhnung und der direkten Hilfe von Mensch zu Mensch. Diese Tradition lebt heute weiter. In 95 Ländern der Welt setzt sich CARE heute dafür ein, dass Armut überwunden wird und Betroffene von Katastrophen überleben können. Besonders wichtig dabei ist für CARE die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die besondere Förderung von Frauen und Mädchen, wo sie systematisch benachteiligt sind. Armut ist Ungerechtigkeit. Es ist nicht hinzunehmen, dass weltweit über 1,2 Milliarden Menschen in extremer Armut leben. Deshalb steht das CARE-Paket heute für effiziente, innovative und partnerschaftliche Hilfe, die langfristig wirkt.

101 Projekte in 34 Ländern

1980 wurde der Verein CARE Deutschland e.V. gegründet. Seit 2008 CARE in Luxemburg gegründet wurde, besteht eine enge Partnerschaft zwischen CARE Deutschland und CARE Luxemburg. Der Verein nennt sich deshalb CARE Deutschland-Luxemburg e.V. In der Hauptgeschäftsstelle in Bonn wird die Umsetzung von Projekten, die Spenderwerbung und die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gesteuert. 2015 setzte CARE Deutschland-Luxemburg 101 Projekte in 34 Ländern um.

Standort und Gemeinde Faßberg erinnern an die Luftbrücke Berlin

Letzter Kohlebomber verließ vor 68 Jahren den Flugplatz Faßberg


FASSBERG. Der Standort und die Gemeinde Faßberg sowie der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg laden für Sonntag, den 27. August 2017 um 11 Uhr zu einer Gedenkfeier auf den ‚Platz der Luftbrücke‘ am Faßberger Rathaus ein. Vor genau 68 Jahren verließ das letzte Flugzeug die damalige Royal Air Force Station Fassberg, um die letzten Kohlen aus der Heide in die eingeschlossene Stadt zu transportieren. Mit dieser Gedenkveranstaltung soll der Opfer der Luftbrücke Berlin gedacht sowie die Leistung der Alliierten und deutschen Arbeiter gewürdigt werden. Gut 540.000 Tonnen des schwarzen Goldes wurden von Faßberg aus nach Berlin geflogen. Musikalisch wird die Veranstaltung durch den Posaunenchor Müden-Faßberg begleitet. Die Rede wird in diesem Jahr der Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Frank Bröhl, halten. Die Erinnerungsstätte ist als Militärgeschichtliche Sammlung Teil des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe und wurde im März 1990, wenige Wochen nach der Öffnung der Berliner Mauer, eröffnet. Im März 1993 wurde sie erweitert und im Jahr 1999 konnte der ‚Fassberg Flyer’ als essentieller Bestandteil der Ausstellung feierlich eingeweiht werden. Im Jahr 2009 wurde das Schutzdach über den ‚Fassberg Flyer‘ eingeweiht.


Opel Kadett A-Club besucht Luftbrückenmuseum

Das Luftbrückenmuseum in Faßberg konnte sich am Wochenende über den Besuch von Opel Enthusiasten aus ganz Deutschland und der Schweiz freuen. Auf ihrem jährlichen Treffen in Bispingen-Behringen machten die gut 20 historischen Opel Kadett ‚A‘ Fahrzeuge Station in Faßberg und besuchten die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin. „Wir haben uns sehr über diesen Abstecher nach Faßberg gefreut. Es war schön, mal wieder Autos zu erleben, die ich als Kind bereits auf den Straßen gesehen habe“, so der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte, Paul Hicks, der gemeinsam mit Fred-Oliver Ohm die Gäste durch das Museum führte.




 


 

Eröffnung der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg 2017

Saisonstart in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg. Zur Eröffnung am 8. April 2017 konnte der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte, Paul Hicks (l.), mit Dr. Klaus Prenzel und Ehefrau Hannelore aus Hermannsburg die ersten Gäste begrüßen. Als kleines Präsent für die ersten Besucher überreichte Hicks das neue Buch „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“

Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin eröffnet am 8. April 2017

Lebendige Ausstellung über die Blockade und Luftbrücke Berlin in Faßberg

FASSBERG (ph). Am Samstag, dem 8. April um 13 Uhr öffnet die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin (ELB) in Faßberg wieder die Türen. Dann können Besucherinnen und Besucher die Nissenhütten und original Eisenbahnwaggons besichtigen und in die Zeit der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/49 eintauschen. Bis zum 15. Oktober ist nicht nur die Ausstellung geöffnet sondern auch der original FASSBERG FLYER. „Auch in diesem Jahr kann unser Rosinenbomber wieder für Trauungen genutzt werden. Im vergangenen Jahr hatten sich drei Paare bei uns trauen lassen“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Paul Hicks. Mit der Eröffnung des Museums wird auch der neue Bild- und Erzählband „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“ am Informationsschalter zu kaufen sein.

Rund 540.000 Kohle von Faßberg nach Berlin

Von Faßberg aus transportierten amerikanische und britische Flugzeuge rund 540.000 Tonnen Kohle nach West Berlin. Nahezu jedes Stückchen Kohle, dass die Berliner wärmte oder ihnen Licht gab, wurde in Faßberg verladen und auf dem Luftweg verbracht. Ebenso präsentiert die ELB die Leistungen von 5.000 deutschen Arbeitern, die im Lager Trauen untergebracht und für das Verladen der Kohle zuständig waren. Die ebenfalls auf dem Freigelände der Erinnerungsstätte aufgestellten zwei Segmente der Berliner Mauer sowie der Original FASSBERG FLYER runden das historische Bild ab, das von der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg gezeigt wird. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.luftbrueckenmuseum.de. Die Öffnungszeiten des Luftbrückenmuseums sind Montag bis Donnerstag 13 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag 13 bis 17 Uhr. Freitags Ruhetag. Der Eintritt beträgt 3 Euro pro Person. Für Gruppenführungen (mindestens fünf Personen) nach vorheriger Anmeldung werden 20 Euro berechnet.

 


Die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg ist ab Samstag, dem 8. April 2017 ab 13 Uhr wieder geöffnet.
Foto: Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin


Der Fassberg Flyer ist der Herzstück der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin.
Foto: Bianca Paulsen


Das neue Buch „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“ ist ab dem 8. April im Luftbrückenmuseum zu erwerben.
Foto: Pia Gralher

Voller Erfolg – 30 Interessierte bei Buchlesung im Café Sahne in Bergen

„Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“ mit Claudia Dettmar-Müller“

BERGEN. „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“, unter diesem Motto hatten der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg, Paul Hicks, und die Inhaberin des Café Sahne in Bergen, Claudia Dettmer-Müller, zu einer Buchlesung in die Räume des Café Sahne eingeladen. Nahezu 30 interessierte Gäste hatten sich eingefunden, um nicht nur aus dem neuen Bild- und Erzählband zu hören, sondern auch, um sich über die Zeit der Luftbrücke auszutauschen. Mit Horst Fandre konnten Dettmar-Müller und Hicks zudem einen Zeitzeugen und ehemaligen Angehörigen der German Civil Labour Organization (GCLO – Gruppe der deutschen Arbeiter) begrüßen, der auch im Buch porträtiert wird. Nach einer Einführung in das Thema Luftbrücke Berlin durch Paul Hicks las Claudia Dettmar-Müller anschließend die Kapitel um Horst Fandre und das Berliner Luftbrückenkind Mercedes Wild sowie die Entstehungsgeschichte des in Beton gegossenen Rattenfängers von Hameln (engl. Pied Piper) vor. Der Rattenfänger wurde durch Arbeiter der GCLO im Lager Trauen in Beton modelliert und ist heute im Faßberger Luftbrückenmuseum zu sehen. „Es hat unglaublich viel Spaß und Freude bereitet. Dies sind die Highlights im Alltag!“, sagte Claudia Dettmar-Müller anschließend und betonte, dass aufgrund der Vielzahl der Anfragen eine zweite Lesung durchgeführt werden sollte. Der Termin dazu würde rechtzeitig bekanntgegeben.

Tolle Lesung in Caféhausatmosphäre

Der neue Bild- und Erzählband war kurz vor Jahresende 2016 erschienen und beschreibt in Wort und Bild das Leben währende der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49. Das Buch lebt von den fantastischen Aufnahmen der Fotografin Bianca Paulsen aus Faßberg sowie den emotionalen Zeitzeugengeschichten. „Ohne die künstlerischen Fotoarbeiten von Bianca Paulsen und der tollen Mitarbeit unserer Protagonisten wäre dieses Werk nicht zustande gekommen. Wir sind wirklich sehr dankbar, dass uns Frau Dettmar-Müller die Gelegenheit gegeben hat, unser Buch in dieser einzigartigen Caféhausatmosphäre vorstellen zu dürfen. Noch mehr hat uns natürlich gefreut, dass sie auch persönlich gelesen hat!“, resümierte Hicks. Das Buch kostet 19,95 Euro und ist über den Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin (Email: kontakt@luftbrueckenmuseum.de), in der Hermannsburger Missionsbuchhandlung sowie in der Touristinformation in Müden und im Pressefachgeschäft Dagmar Peters in Müden erhältlich.

 


Tolle Lesung in Caféhausatmosphäre: Paul Hicks mit Horst Fandre, Ludger Osterkamp und Claudia Dettmar-Müller (v.l.).
Foto: Bianca Paulsen


„Es hat unglaublich viel Spaß und Freude bereitet“: Claudia Dettmar-Müller las aus dem neuen Bild- und Erzählband.
Foto: Bianca Paulsen


Der neue Bild- und Erzählband „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“ ist seit kurzem auf dem Markt.
Foto: Bianca Paulsen

Bild- und Erzählbandes „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“

Die Buchvorstellung am 9. Dezember 2016 im Faßberger Rathaus war ein voller Erfolg. Unser Dank nochmal an den Bürgermeister und die Gemeinde, die uns toll unterstützt haben.

Mit der Veröffentlichung des neuen Bild- und Erzählbandes „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“ ist ein Buch auf den Markt gekommen, das die Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49 lebendig und „bunt“ wiedergibt. Das Buch lebt von fantastischen Bildern und einzigartigen Geschichten der Zeitzeugen. Ohne deren tolle Mitwirkung wäre dieses Werk nicht zustande gekommen. Die persönlichen Erlebnisse geben diesem Buch die Würze und präsentieren die Luftbrücke in einem sehr emotionalen Licht, das gelesen werden muss!

Ein tolles Weihnachtsgeschenk für 19,95€ plus 2,60€ Versand.

Anfragen und Bestellungen über kontakt@luftbrueckenmuseum.de

Weitere Verkaufsstellen sind:

  • Touristinformation in Müden/Örtze
  • Pressefachgeschäft Dagmar Peters, Hauptstraße 5 in Müden/Örtze.

Viel Spaß beim lesen…

Nachfolgend noch einige Impressionen von der Vorstellung des Buches:

Bild- und Erzählband portraitiert Akteure und Betroffene in Faßberg und Berlin Menschen der Luftbrücke

FASSBERG. Die Berliner Luftbrücke hat viele Aspekte. Einer ist die logistische Leistung, mit der täglich allein an Kohle zeitweise das Volumen von 175 Güterwaggons von Westdeutschland nach Westberlin geflogen wurde. Ein anderer ist das politische Kräftemessen zwischen West und Ost. Mit einem ganz anderen Aspekt beschäftigt sich jetzt der Erzähl- und Bildband „Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind“. Er stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die die Luftbrücke miterlebt haben: die Akteure, zum Beispiel beim Kohlen verladen auf dem Fliegerhorst Faßberg, ebenso wie die Empfänger im blockierten Berlin.

 

Heute wurde das Buch im Rathaus Faßberg vorgestellt. Bürgermeister Frank Bröhl machte deutlich, warum die Luftbrücke für Faßberg eine besondere Bedeutung habe: „Die Luftbrücke hat für unseren jungen Ort mit Identitätsfindung zu tun. Faßberg wurde geplant, um Krieg führen zu können. Nach 1945 gab es einen Wechsel und die großartige Leistung der Luftbrücke.“ Rund ein Viertel der transportierten Güter seien von hier ausgeflogen worden. Damit sei von Faßberg auch eine „Brücke für Freiheit und Demokratie“ ausgegangen. Mit der Erinnerungsstätte Luftbrücke besitzt der Ort seit 1990 ein Museum, das an die Ereignisse zwischen Juni 1948 und Mai 49 erinnert. Der Vorsitzende des Trägervereins der Erinnerungsstätte, Paul Hicks, verfolgte das Ziel, „die Luftbrücke wieder aktiver in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken und das Thema attraktiv zu vermitteln“.

Er wolle mit diesem Projekt direkt auf Menschen zugehen und sie emotional begeistern. Das gehe am besten über Zeitzeugenberichte und tolle Bilder. Letztere hat – abgesehen von den historischen Aufnahmen – Fotografin Bianca Paulsen beigesteuert. Die Faßbergerin hat sich an den alten Dokumenten orientiert und die Menschen an den Plätzen, teilweise auch in denselben Posen aufgenommen, in denen sie 1948/49 schon einmal fotografiert wurden. „Es war für mich eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart gleichzeitig“, sagt Paulsen, die sowohl in Berlin als auch in Faßberg fotografiert hat und auch für die Gestaltung des Buches verantwortlich zeichnet. Die Texte hat Paul Hicks anhand von Interviews mit Zeitzeugen verfasst. Am Textteil mitgewirkt hat außerdem Ludger Osterkamp, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin, der sich wissenschaftlich schon zuvor mit der Luftbrücke auseinandergesetzt hat.

 

„Der Band verzichtet bewusst darauf, Zahlen und Fakten nachzuerzählen“, stellte Dr. Stephan Lütgert, Leiter des Erdölmuseums Wietze, in seiner Ansprache fest. Statt dessen setze er Menschen ins Bild, die in der Geschichtsschreibung nur am Rande vorkämen und verdeutliche den Alltag der Luftbrücke. Über die spektakuläre Versorgung Berlins aus der Luft, meinte der Geograph und Archäologe „In dieser Zeit wurde scheinbar Unmögliches möglich.“ Die Luftbrücke sei ein Weg zwischen militärischer Konfrontation und Rückzug gewesen. „Keiner wusste, wie lange das geht.“

 


Paul Hicks mit Horst Fandre, Bianca Paulsen und Dr. Stephan Lütgert (v.l.)

Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind;
von Bianca Paulsen, Paul Hicks und Ludger Osterkamp

MHD Druck und Service GmbH Hermannsburg
ISBN 978-3-00-055263-2
19,95 Euro

Santa Claus empfing Kinder im historischen FASSBERG FLYER

Luftbrückenmuseum Faßberg eröffnete wieder den Adventskalender

FASSBERG. Die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg hatte wieder den Start des diesjährigen Adventskalenders des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V. eingeläutet. Im historischen Rosinenbomber, dem FASSBERG FLYER, verteilte Santa Claus kleine Präsente. Insgesamt waren gut 70 Kinder mit ihren Eltern in das Luftbrückenmuseum gekommen, um Santa zu sehen sowie bei Stockbrot und heißem Kakao einen weihnachtlichen Nachmittag zu verbringen. Die Ganztagsgruppe des DRK Kindergartens Villa Sonnenschein hatte zuvor mit den beiden Liedern „Eine Tür, eine Tür“, und „Rudolf The Rednosed Reindeer“ begeistert. Auch die Kinder des evangelischen Kindergartens Hasenheide hatten mit den Liedern vom Nikolaus und „In der Weihnachtsbäckerei“ sehr zur vorweihnachtlichen Stimmungen beigetragen.
„Trotz des Nieselregens und ungemütlichen Wetters haben wir uns sehr gefreut, dass wieder so viele Kinder bei uns waren und Santa Claus treffen konnten. Es war ein wirklich schöner Nachmittag, den wir alle sehr genossen haben. Jetzt ist der Advent richtig eingeläutet!“, so der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Paul Hicks. Die Geschichte des Santa Claus im Rosinenbomber geht auf eine Initiative von Faßberger Piloten zurück, die während der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/49 für nahezu 10.000 Kinder Geschenke und kleine Gaben von Faßberg aus in die blockierte Stadt geflogen hatten.

Stockbrot und heißer Kakao vor dem Rosinenbomber in Faßberg.
Foto: Josefine Rudolf, TAusbZLw

Santa Claus empfing die Kinder im FASSBERG FLYER.
Foto: Josefine Rudolf, TAusbZLw

Gedenkveranstaltung zum 67. Ende der Luftbrücke Faßberg – Berlin

„Frieden im Haus Europa darf nicht leichtfertig verspielt werden“

Faßberg gedachte den Opfern der Luftbrücke Berlin: Hauptmann Martin Sagehorn, Winfried Hoff, Oberst Gerhard Hewera, Oberst Christian Rüther, Charlie Pieroth und Oberstabsfeldwebel Paul Hicks (v.l.).

Faßberg gedachte den Opfern der Luftbrücke Berlin: Hauptmann Martin Sagehorn, Winfried Hoff, Oberst Gerhard Hewera, Oberst Christian Rüther, Charlie Pieroth und Oberstabsfeldwebel Paul Hicks (v.l.).

Pünktlich um 11 Uhr eröffnete der Posaunenchor Faßberg-Müden unter der Leitung von Carsten Petersen die Gedenkveranstaltung zum 67. Jahrestag des Endes der Luftbrücke Faßberg – Berlin. Der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg, Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, konnte nicht nur viele Soldaten und Zuschauer zu dieser Feierstunde auf dem Platz der Luftbrücke in Faßberg begrüßen, sondern freute sich auch, dass mehrere Zeitzeugen den Weg hierher gefunden hatten. So waren die Kinder der Luftbrücke, Mercedes Wild aus Berlin und Wolfgang Schmidt aus Spandau sowie die ehemaligen „Kohleschaufler“ in Trauen, Horst Fandre und Rolf Polster aus Celle angereist, um an die Opfer der Luftbrücke zu erinnern. Aus der hessischen Metropole Frankfurt nahmen Charlie und Christina Pieroth vom Luftbrückenchapter Frankfurt teil und legten zudem einen Kranz am Luftbrückengedenkstein nieder.

Für die Gemeinde konnte Hicks den Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Winfried Hoff, begrüßen und für den Bundeswehrstandort Faßberg den Standortältesten, Oberst Gerhard Hewera. „Wir kommen alljährlich hier zusammen, um der alliierten und deutschen Opfer der Luftbrücke zu gedenken und an diese historische Leistung zu erinnern. Mittlerweile bewegen wir uns auf das 70-jährige Jubiläum der Berliner Luftbrücke im Jahr 2019 zu. Viele der damals beteiligten Menschen können aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters dieses Jubiläum leider nicht mehr erleben. Ich kann aber sagen, dass wir sie nicht vergessen werden! Wir werden ihren persönlichen Einsatz für Frieden, Freiheit und Humanität immer würdigen“, unterstrich Paul Hicks in seiner Rede. So hätten die Alliierten nicht nur menschliches Leid gelindert und Zuversicht vermittelt, sondern auch gezeigt, dass Blockaden, sichtbar und real, als auch im Kopf überwunden werden können. „Wo ein Wille, da ein Weg. Man muss halt nur wollen!“

Der Vorsitzende des Fördervereins, Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, rief dazu auf, den Frieden in Europa nicht leichtfertig zu verspielen.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, rief dazu auf, den Frieden in Europa nicht leichtfertig zu verspielen.

Oberstabsfeldwebel Paul Hicks mit Charlie und Christina Pieroth und Mercedes Wild vor dem Luftbrückengedenkstein (v.l.).

Oberstabsfeldwebel Paul Hicks mit Charlie und Christina Pieroth und Mercedes Wild vor dem Luftbrückengedenkstein (v.l.).

Insbesondere, so Hicks, sei in der heutigen Zeit der bewusste Wille zum Dialog, zum Handeln, zum sich Bewegen, bisweilen nicht zu finden. Das damals Deutsche und Alliierte, ehemalige Feinde, während der Luftbrücke Hand in Hand arbeiteten, um eine Millionenstadt am Leben zu halten, war nicht selbstverständlich. Die Vorbehalte waren auf beiden Seiten groß. Doch die Luftbrücke einte alle und war letztlich auch ein Sieg über Diktatur und Unterdrückung. So war die erfolgreiche Überwindung der Blockade Berlins auch ein Sieg demokratischer Strukturen und ein Garant für Stabilität, Frieden und Sicherheit in Europa bis zum heutigen Tag. Faßberg war mit gut 540.000 Tonnen geflogener Kohle ein Eckpfeiler dieser humanitären Operation, die ein Garant für Frieden, Stabilität und Sicherheit in Europa bis zum heutigen Tag ist. „Diese Stabilität ist unter Opfern erbracht worden, derer wir heute gedenken und die uns mahnen, trotz aller Turbulenzen im Haus Europa diesen Frieden nicht leichtfertig zu verspielen“, betonte Hicks abschließend, bevor die Kränze niedergelegt wurden.