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Standort und Gemeinde Faßberg erinnern an die Luftbrücke Berlin

Letzter Kohlebomber verließ vor 69 Jahren den Flugplatz Faßberg

FASSBERG. Der Standort und die Gemeinde Faßberg sowie der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg laden für Montag, den 27. August 2018 um 11 Uhr zu einer Gedenkfeier auf den ‚Platz der Luftbrücke‘ am Faßberger Rathaus ein. Vor genau 69 Jahren verließ das letzte Flugzeug die damalige Royal Air Force Station Fassberg, um die letzten Kohlen aus der Heide in die eingeschlossene Stadt zu transportieren. Mit dieser Gedenkveranstaltung soll der Opfer der Luftbrücke Berlin gedacht. Ebenso soll die Leistung der Alliierten und deutschen Arbeiter gewürdigt werden. Gut 540.000 Tonnen des schwarzen Goldes wurden von Faßberg aus nach Berlin geflogen.

 

Die letzte Tonne Kohle verlässt am 27. August 1949 den Flugplatz Faßberg.
Foto: Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg

 

 

 

Alljährlich wird in Faßberg der Opfer der Berliner Luftbrücke gedacht.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

 

Musikalisch wird die Veranstaltung durch den Posaunenchor Müden-Faßberg begleitet. Die Rede wird in diesem Jahr der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte, Ludger Osterkamp, halten. Die Erinnerungsstätte ist als Militärgeschichtliche Sammlung Teil des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe und wurde im März 1990, wenige Wochen nach der Öffnung der Berliner Mauer, eröffnet. Im März 1993 wurde sie erweitert und im Jahr 1999 konnte der ‚Fassberg Flyer’ als essentieller Bestandteil der Ausstellung feierlich eingeweiht werden. Im Jahr 2009 wurde das Schutzdach über den ‚Fassberg Flyer‘ eingeweiht.

Neues Kiesbett für den FASSBERG FLYER im Luftbrückenmuseum


FASSBERG. Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. hat das Erdreich unter dem FASSBERG FLYER ausgekoffert und ein neues Kiesbett eingezogen. Zwei, drei Wochenenden hat es gedauert, bis der neue Untergrund eingebracht wurde und dem Rosinenbomber nun ein neues Gesicht verleiht. Das Originalflugzeug aus der Luftbrückenzeit 1948/49 steht seit einigen Jahren bereits unter einem Schutzdach und ist somit vor Wind und Wetter geschützt. Allerdings litt das darunter liegende Gras und Erdreich, denn es fehlte die entsprechende Bewässerung. Der Boden verstaubte zusehends.

Daraufhin hatte der Vorstand des Fördervereins beschlossen, den Untergrund gegen ein Kiesbett auszutauschen. Unter der organisatorischen Leitung von Martin Sagehorn wurde gemeinsam in die Hände gespuckt und in Eigenregie das Erdreich abgetragen, Rasenkanten gesetzt und der Kies eingebracht. „Wir bedanken uns bei allen Helfern, die uns bei dieser Aktion unterstützt haben“, freute sich Martin Sagehorn nach dem Abschluß der Arbeiten.
 


Jens Grützmacher am Steuer des Radladers, der die Schaufelarbeiten merklich unterstützte
Foto: Paul Hicks


Martin Sagehorn mit Peter Kleist, Gerhard Källner, Stefan Bienge und Jens Grützmacher (v.r.)
Foto: Paul Hicks


Die Arbeiten kamen gut voran
Foto: Paul Hicks

 

MdB Kirsten Lühmann neu im Förderverein Luftbrücke Faßberg


FASSBERG/CELLE. Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg kann sich über ein neues Mitglied freuen. Kirsten Lühmann, Mitglied des Deutschen Bundestages, hat sich nach vielen Jahren der persönlichen Verbundenheit entschlossen, dem Förderverein nun auch als Mitglied anzugehören. Nachdem bereits der verstorbene Abgeordnete des Deutschen Bundestages und ehemalige Verteidigungsminister, Dr. Peter Struck, Mitglied im Förderverein war, hat es sich nun Kirsten Lühmann nicht nehmen lassen, ebenfalls dem Förderverein beizutreten. Paul Hicks vom Förderverein war eigens nach Celle zum Lisa-Korspeter-Haus gefahren, um den Mitgliedsausweis persönlich zu überreichen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Frau Lühmann nun wieder einen prominenten Zugang haben, der nicht nur unsere ehrenamtliche Arbeit bereits seit vielen Jahren unterstützt, sondern auch die Interessen des Luftbrückenmuseums Faßberg vertritt“, freute sich Hicks.


Paul Hicks mit Kirsten Lühmann vor dem Lisa-Korspeter-Haus in Celle
Foto: Martin Sagehorn

Corvette-Club Hamburg zu Gast im Luftbrückenmuseum Faßberg

FASSBERG. Der Corvette-Club Hamburg e.V. hatte zu seinem traditionellen Saisonauftakt eingeladen und eine Ausfahrt zum Luftbrückenmuseum Faßberg organisiert. Mehr als 60 Besitzer waren dieser Einladung gefolgt und mit insgesamt 41 Fahrzeugen nach Faßberg gefahren. Viele Faßbergerinnen und Faßberger hatten sich die Gelegenheit nicht nehmen lassen, diesen Fahrzeugpark zu bestaunen und das eine oder andere Foto zu schießen. „Es war ein beeindruckendes Bild, diese tollen U.S. amerikanischen Sportwagen so aufgereiht vor unserem Museum zu sehen. Wir hatten in der Vergangenheit bereits ähnliche Ausfahrten zu Gast, aber es ist immer wieder etwas Besonderes, solche Raritäten in dieser Anzahl am Museum zu sehen“, freute sich der zweite Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Fred-Oliver Ohm, anschließend.

 

 

Luftbrückenmuseum Faßberg eröffnet am 17. März 2018 um 13 Uhr

Lebendige Ausstellung über die Blockade und Luftbrücke Berlin in Faßberg

FASSBERG (ph). Am Samstag, dem 17. März 2018 um 13 Uhr öffnet das Luftbrückenmuseum in Faßberg wieder die Türen. Dann können Besucherinnen und Besucher die Nissenhütten und original Eisenbahnwaggons besichtigen und in die Zeit der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/49 eintauchen. Bis zum 14. Oktober sind die Ausstellung und der original FASSBERG FLYER. „Auch ist unser Buch ‚Ich stehe heute hier als Berliner Luftbrückenkind‘ am Informationsschalter des Museums erhältlich. Darüber hinaus haben wir zur Eröffnung für unsere Besucherinnen und Besucher kleine amerikanische, britische und französische Naschereien mit Kaffee, Tee und Kakao vorbereitet“, so der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Paul Hicks.

Rund 540.000 Kohle von Faßberg nach Berlin

Von Faßberg aus transportierten amerikanische und britische Flugzeuge rund 540.000 Tonnen Kohle nach West Berlin. Nahezu jedes Stückchen Kohle, dass die Berliner wärmte oder ihnen Licht gab, wurde in Faßberg verladen und auf dem Luftweg verbracht. Ebenso präsentiert das Museum die Leistungen von 5.000 deutschen Arbeitern, die im Lager Trauen untergebracht und für das Verladen der Kohle zuständig waren. Die ebenfalls auf dem Freigelände der Erinnerungsstätte aufgestellten zwei Segmente der Berliner Mauer sowie der Original FASSBERG FLYER runden das historische Bild ab. Weitere Informationen erhalten Sie auch im Internet unter www.luftbrueckenmuseum.de. Die Öffnungszeiten des Luftbrückenmuseums sind Montag bis Donnerstag 13 bis 17 Uhr sowie Samstag und Sonntag 13 bis 17 Uhr. Freitags Ruhetag. Der Eintritt beträgt 3 Euro pro Person. Für Gruppenführungen (mindestens fünf Personen), nach vorheriger Anmeldung, werden 20 Euro berechnet.

 

 


Die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin in Faßberg ist ab Samstag, dem 17. März 2018 ab 13 Uhr wieder geöffnet.
Foto: Paul Hicks, Luftbrückenmuseum Faßberg

 

Luftbrückenmuseum Faßberg zu Gast im Spandauer Rathaus

Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin präsentiert Luftbrücke zum Anfassen

SPANDAU/FASSBERG. Luftbrückenausstellung Faßberg zu Gast in Spandau. Erstmals ist das Luftbrückenmuseum Faßberg mit einer Ausstellung außerhalb des eigenen Museums unterwegs. In Vorbereitung des 70. Luftbrückenjubiläums im Jahr 2019 war das Luftbrückenmuseum eingeladen, vom 24. Januar bis 20. Februar 2018 eine Ausstellung im Spandauer Rathaus zu zeigen. Ohne lange zu zögern, waren dann auch der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Oberstabsfeldwebel Paul Hicks, und der Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe in Faßberg, Hauptmann Martin Sagehorn, gern nach Spandau gefahren, um die Präsentation zur Berliner Luftbrücke in den Jahre 1948/49 aufzubauen. „Wir sind zwar des Öfteren mit kleineren Exponaten auf Messen und Veranstaltungen außerhalb Faßbergs unterwegs.

 
Oberstabsfeldwebel Paul Hicks während der Eröffnung im Gespräch mit der Leiterin der Neukonzeption im Luftwaffenmuseum Gatow, Dr. Doris Müller-Toovey.
Foto: Hauptfeldwebel Susanne Hähnel, PIZ Luftwaffe
Oberstabsfeldwebel Paul Hicks und Hauptmann Martin Sagehorn während des Aufbaus der Luftbrückenausstellung im Spandauer Rathaus.
Foto: Feldwebel Francis Hildemann, PIZ Luftwaffe
 

Aber diese Ausstellung war für uns eine Herausforderung, weil sie die erste ist, die wir in dieser Größe und dieser Kompaktheit außerhalb des Museums präsentieren“, so Paul Hicks. Insgesamt haben Sagehorn und Hicks vier Vitrinen bestückt, sowie einen Vorfeldstrahler, Replikas der „Perforierten Stahllochplatten (PSP)“ und mehrere Informationswände im Säulensaal des Spandauer Rathauses aufgestellt. So dreht sich eine Vitrine um das Thema ‚Kohle aus Faßberg‘ und das Leben im Lager Trauen mit seinen vielen Nissenhütten für die ehemaligen deutschen Arbeiter der German Civil Labour Organization (GCLO). Eine zweite zeigt transportierte Lebensmittel und CARE-Pakete, die dritte Vitrine zeigt Luftfahrzeuge im Einsatz und die vierte geht auf Faßberg mit seinem Rosinenbomber, dem ‚FASSBERG FLYER‘ ein. „Ich glaube, dass wir mit unseren bescheidenen Mitteln eine respektable Ausstellung aufgebaut haben. Dies soll natürlich nur ein Appetithappen sein. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn die Besucherinnen und Besucher in Spandau und Berlin dann auch den Weg zu uns nach Faßberg finden würden“, freute sich Paul Hicks.

Die Vitrine geht auf das Thema Kohle aus Faßberg und das Lager Trauen ein.
Foto: Feldwebel Francis Hildemann, PIZ Luftwaffe
 
Die ersten interessierten Besucher waren bereits zur Eröffnung vor Ort.
Foto: Hauptfeldwebel Susanne Hähnel, PIZ Luftwaffe
 
Grußwort der Leiterin der Neukonzeption im Luftwaffenmuseum Gatow, Dr. Doris Müller-Toovey zur Eröffnung der Luftbrückenausstellung in Spandau.
Foto: Hauptfeldwebel Susanne Hähnel, PIZ Luftwaffe
 

Santa Claus empfing Kinder im historischen FASSBERG FLYER

Luftbrückenmuseum Faßberg eröffnete wieder den Adventskalender

FASSBERG. Das Luftbrückenmuseum in Faßberg hatte wieder den Start des diesjährigen Adventskalenders des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V. eingeläutet. Im historischen Rosinenbomber, dem FASSBERG FLYER, verteilte Santa Claus kleine Präsente. Mehr als 100 Kinder waren mit ihren Eltern erschienen, um Santa Claus zu sehen sowie bei Stockbrot und heißem Kakao einen vorweihnachtlichen Nachmittag zu verbringen. Kita-Gruppen des DRK Kindergartens ‚Villa Sonnenschein‘ und des evangelischen Kindergartens Hasenheide hatten mit Gedichten und Liedern den Nachmittag eröffnet. Anschließend waren viele erwartungsvolle Kinderaugen auf die Tür des historischen Rosinenbombers gerichtet, hinter der Santa saß, um mit den Kindern zu sprechen und kleine Geschenke zu verteilen.
Stockbrot und heißer Kakao waren der Renner beim diesjährigen Adventskalender im Luftbrückenmuseum in Faßberg.
Foto: Carsten König, TAusbZLw
Paul Hicks (m.) begrüßte Kinder und Eltern im Luftbrückenmuseum Faßberg.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Operation Santa Claus – Hilfe für 10.000 Berliner Kinder

„Vielen Dank an die beiden Kindergärten, die uns mit ihren Gedichten und Liedern weihnachtlich eingestimmt haben. Es war ein wirklich schöner Nachmittag, den wir alle sehr genossen haben. Jetzt ist der Advent richtig eingeläutet!“, freute sich der Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V., Paul Hicks. Die Geschichte des Santa Claus im Rosinenbomber geht auf eine Initiative von U.S. Amerikanischen Piloten zurück, die während der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/49 für nahezu 10.000 Kinder Geschenke und kleine Gaben von Faßberg aus in die blockierte Stadt geflogen hatten. „Wir möchten mit unserer jährlichen Adventsaktion an die damalige „Operation Santa Claus“ erinnern und dieses Weihnachtserlebnis für unserer Kinder weiterleben lassen“, so Paul Hicks abschließend.

Musik und Gedichte vorgetragen durch die Kita-Gruppen der Villa Sonnenschein und des ev. Kindergartens Hasenheide.
Foto: Carsten König, TAusbZLw
 
Der vierjährige Leon Vogelsberg mit seiner Mama Marina bei Santa Claus im Rosinenbomber.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Santa Claus erwartet die Kinder im Faßberger Rosinenbomber

Adventskalender eröffnet am 1. Dezember im Luftbrückenmuseum

FASSBERG. Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg eröffnet erneut den Adventskalender des Verkehrsvereins Müden/Örtze e.V. Dazu werden alle großen und kleinen Kinder in der Gemeinde Faßberg für Freitag, den 1. Dezember 2017 von 15.00 bis 18.00 Uhr in das Luftbrückenmuseum nach Faßberg eingeladen. Dann wird bei Kakao und Stockbrot am Lagerfeuer das erste Türchen geöffnet. Auch Santa Claus wird wieder da sein und im FASSBERG FLYER kleine Präsente verteilen. Die Geschichte des Santa Claus im Rosinenbomber geht auf eine Initiative von Faßberger Piloten zurück, die während der Luftbrücke Berlin in den Jahren 1948/49 für gut 10.000 Kinder Geschenke und kleine Gaben von Faßberg aus in die blockierte Stadt geflogen hatten. „Wir möchten an dieses historische Ereignis für die Berliner Kinder erinnern und freuen uns daher sehr, mit dieser Aktion wieder den Startschuss für den Adventskalender des Verkehrsvereins Müden Örtze e.V. zu geben. Es hat uns im vergangenen Jahr viel Freude bereitet, gemeinsam mit den Kindern und Eltern Santa Claus zu sehen und am Lagerfeuer Stockbrot zu brutzeln“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks.

Santa Claus freut sich auch in diesem Jahr wieder auf viele Kinder, die ihn im Fassberg Flyer besuchen kommen.
Foto: Josefine Berndt, TAusbZLw

Eröffnung des Adventskalenders 2017 im Luftbrückenmuseum Faßberg: Förderverein freut sich wieder auf buntes Treiben mit Stockbrot am Lagerfeuer.
Foto: Josefine Berndt, TAusbZLw

Emotionale Erinnerung an das 68. Ende der Luftbrücke Faßberg – Berlin

Am Sonntag, den 27. August 2017, fand anlässlich des 68. Jahrestags des Endes der Luftbrücke Berlin die jährliche Gedenkfeier auf den Faßberger Platz der Luftbrücke statt. „Für die Entwicklung zu diesem friedlichen Europa war die Luftbrücke Berlin für uns alle ein wichtiger Meilenstein“, resümierte Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl im Beisein der Zeitzeugen Mercedes Wild und Horst Fandre, den Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann und Henning Otte, dem Standortältesten Oberst Georg von Harling, CARE-Vorstandsmitglied Stefan Ewers sowie dem Vorsitzenden des Fördervereins Erinnerungsstätte Luftbrücke, Paul Hicks, und knapp 50 weiteren geladenen Gästen. Nach einem kurzen Grußwort des Fördervereinsvorsitzenden Hicks eröffnete der Posaunenchor Faßberg-Müden, unter der Leitung von Carsten Petersen, die Veranstaltung auch musikalisch. Die folgende Ansprache von Bürgermeister Bröhl ließ bei den anwesenden Zeitzeugen fast vergessene Gefühle wieder aufleben. “Den meisten unter uns wird sicher die schier unglaubliche Zahl von 540.000 Tonnen Kohle in den Sinn kommen, wenn an den Beitrag Faßbergs zur Berliner Luftbrücke gedacht wird. Nur mit unbedingtem Willen und der Anstrengung aller Beteiligten war das Ziel zu erreichen: Die Versorgung Westberlins aus der Luft“, so würdigte Bröhl die großartige Leistung der Alliierten und deutschen Arbeiter, die die Rettung von fast 2,3 Millionen Berlinern bedeutete.


Der Bürgermeister der Gemeinde Faßberg, Frank Bröhl, würdigt in seiner emotionalen Rede vor Zeitzeugen die großartige Leistung der Luftbrücke.
Foto: Carsten König, TAusbZLw


Die Künstlerin Gala von Reichenfels erläutert ihr zu ersteigerndes Kunstwerk zur Luftbrücke im Stil des Lochismus.
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Der unerschütterliche Zukunftsglaube habe trotz über zehn Jahren Gewaltherrschaft und sechs Jahren Krieg letztlich doch gesiegt. Bröhl betonte, dass es der damalige Ansporn – erwachsen aus der Luftbrücke – war, die Freiheit zu erkämpfen, aber auch das schlichte Vorhandensein der technischen Möglichkeit, eine Brücke dieser Art zu bauen. Heute trage die Bundeswehr die in der Luftbrückenzeit manifestierten Werte und vertrete diese an allen Einsatzorten. “Der helfende Charakter wird, gerade auch in Form von neuen Luftbrücken, beispielsweise durch die Einsätze des in Faßberg beheimateten Transporthubschrauberregiments 10 “Lüneburger Heide” in die ganze Welt getragen”, dankte Faßbergs erster Bürger den Streitkräften. Letztlich ließ dieser Akt beispielloser Hilfeleistung durch die Luftbrücke nach Berlin “aus Feinden Verbündete und Alliierte – und später Freunde werden.” Nach Bröhls Eröffnungsrede wurde mit einer Kranzniederlegung am Luftbrückengedenkstein den 87 Toten gedacht, die im Zusammenhang mit der Luftbrücke ums Leben gekommen sind.

Im Anschluss an die Gedenkfeier wurden schließlich die Ausstellung „Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen“ von CARE Deutschland im Luftbrückenmuseum in Faßberg feierlich eröffnet. Für Faßberg sei der Ausstellungstitel nicht nur ein Slogan, sondern werde Tag für Tag gelebt, versprach Fördervereinsvorsitzender Hicks. Der Standortälteste Oberst von Harling machte sich in seiner Ansprache dafür stark, Traditionen wie das Luftbrückengedenken in Faßberg auch an junge Soldaten und Kinder weiterzugeben. Kreative Lösungen wie die Luftbrücke 1948/1949 werden auch künftig gebraucht, um die politisch komplizierten Konflikte in der Welt lösen zu können. CARE Deutschlands Vorstandsmitglied Stefan Ewers machte deutlich, dass sich kein Mensch ohne Not auf den Weg in ein anderes Land mache. Die Tatsache, dass von ehemaligen Feinden humanitäre Hilfe ausging, habe die deutsche Bevölkerung nachhaltig beeindruckt. Nun sei jedoch die Möglichkeit gekommen, „in der Welt zu helfen”. Durch die Künstlerin Gala von Reichenfels wurde auch ein Kunstwerk präsentiert, dass meistbietend an einen Sponsor veräußert werden soll. Der Erlös geht an den Förderverein Erinnerungsstätte Luftbrücke. Die Sonderausstellung von CARE Deutschland wird vom 28. August bis 22. September 2017 für Besucher im Faßberger Luftbrückenmuseum zu sehen sein.


Oberst von Harling, Bürgermeister Bröhl, CARE-Vorsitzender Ewers, der stellvertretende Landrat Henning Otte und Fördervereinsvorsitzende Hicks eröffnen die CARE-Ausstellung (v.l.).
Foto: Carsten König, TAusbZLw

Luftbrückenmuseum Faßberg zeigt vom 28.08. bis 22.09.17 CARE Ausstellung

Ausstellung ‚Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen‘ in Faßberg

FASSBERG. Vom 28. August bis 22. September 2017 präsentiert das Luftbrückenmuseum in Faßberg die Ausstellung „Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen“. Gemeinsam mit der Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg e.V. und dem Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe entwickelte der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg das Konzept für diese kombinierte Ausstellung, die um das Thema Unterstützung und CARE-Pakete während der Berliner Luftbrücke 1948/49 aus Niedersachsen und Faßberg ergänzt wurde. „Wir freuen uns sehr, diese tolle Ausstellung hier in Faßberg präsentieren zu können und hoffen auf viele Besucherinnen und Besucher, die sich über das weltweite Engagement von CARE informieren möchten“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Paul Hicks. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besucht werden.


Die Ausstellung „Hilfe für die Welt…, Hilfe aus Niedersachsen“ wird vom 28. August bis 22. September 2017 im Faßberger Luftbrückenmuseum zu sehen sein.
Foto: Bianca Paulsen, soul-effigy


Vorsitzender Paul Hicks freut sich sehr, diese tolle Ausstellung zusammen mit CARE in Faßberg zeigen zu können.
Foto: Bianca Paulsen, soul-effigy

Über 70 Jahre weltweite Hilfe

Gegründet 1945 in den USA, half CARE Millionen von Menschen im Nachkriegseuropa mit den bis heute bekannten und geliebten CARE-Paketen. Schmalz, Kaffee, Milch… Die Pakete waren Botschafter der Versöhnung und der direkten Hilfe von Mensch zu Mensch. Diese Tradition lebt heute weiter. In 95 Ländern der Welt setzt sich CARE heute dafür ein, dass Armut überwunden wird und Betroffene von Katastrophen überleben können. Besonders wichtig dabei ist für CARE die Gleichstellung von Mann und Frau sowie die besondere Förderung von Frauen und Mädchen, wo sie systematisch benachteiligt sind. Armut ist Ungerechtigkeit. Es ist nicht hinzunehmen, dass weltweit über 1,2 Milliarden Menschen in extremer Armut leben. Deshalb steht das CARE-Paket heute für effiziente, innovative und partnerschaftliche Hilfe, die langfristig wirkt.

101 Projekte in 34 Ländern

1980 wurde der Verein CARE Deutschland e.V. gegründet. Seit 2008 CARE in Luxemburg gegründet wurde, besteht eine enge Partnerschaft zwischen CARE Deutschland und CARE Luxemburg. Der Verein nennt sich deshalb CARE Deutschland-Luxemburg e.V. In der Hauptgeschäftsstelle in Bonn wird die Umsetzung von Projekten, die Spenderwerbung und die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gesteuert. 2015 setzte CARE Deutschland-Luxemburg 101 Projekte in 34 Ländern um.