Tag Archives: Luftbrücke

Fred-Oliver Ohm

Nachruf für Fred-Oliver Ohm – Luftbrückenmuseum Faßberg

Am 9. Mai 2024 verstarb mit nahezu 70 Jahren Fred-Oliver Ohm aus Baven. Fred-Oliver Ohm war über viele Jahre im Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg engagiert und hatte als 2. Vorsitzender des Vereins immer positive Ideen, wenn es um den Ausbau und die Weiterentwicklung des Faßberger Luftbrückenmuseums ging. Darüber hinaus war Fred-Oliver einer der Aktivposten im Verein und aufgrund seiner fachlichen Erfahrung bei Projektarbeiten stets an vorderster Stelle zu finden. Auch nach seinem alters- und gesundheitsbedingten Rückzug aus dem Vorstand war er immer daran interessiert, was in und um das Luftbrückenmuseum in Faßberg passierte. Unvergessen bleibt seine Rolle als „Santa Claus“, wo Fred-Oliver zur Adventszeit im FASSBERG FLYER in erwartungsvolle Kinderaugen blicke, mit ihnen sprach und kleine Weihnachtsgeschenke verteilte.

Wir haben mit Fred-Oliver Ohm einen offenherzigen und freundlichen Menschen verloren und werden ihn vermissen. Er war ein besonderer Teil des Museums und der Luftbrückenfamilie! Wir werden sein Andenken in Ehren behalten und unsere aufrichtige Anteilnahme gilt in diesen schweren Zeiten der Familie.

Für den Vorstand

Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg
Paul Hicks

Feierlichkeiten zum 75. Jahre Ende der Berlinblockade in Tempelhof

Faßberger Bürgermeisterin und Vertreter des Luftbrückenmuseums in Berlin

Am 12. Mai dieses Jahres jährte sich das Ende der Berlinblockade zum 75. Mal. Für die Berlinerinnen und Berliner ist es daher ein Anlass, diesen Tag am Luftbrückendenkmal in der Nähe des Zentralflughafens Tempelhof zu feiern und an diese erfolgreiche Aktion zu erinnern. Auf Einladung der Senatskanzlei Berlin waren auch Faßberg’s Bürgermeisterin Kerstin Speder, sowie Ludger Osterkamp und Paul Hicks vom Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg dabei.

Einweihung der Gedenktafel für die Operation „Little Vittles‘ mit Paul Hicks, Kerstin Speder, Dr. Marilyn Halvorsen Sorensen, Mercedes Wild, Denise Williams, und Ludger Osterkamp (v.l.).
Foto: Dagmar Hicks

Für die musikalische Begleitung des Festakts mit dem Regierenden Bürgermeister Kay Wegner und dem Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius, sowie den Vertretern der damaligen Westalliierten spielte das Stabsmusikkorps der Bundeswehr auf. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch ein Gebet des Evangelischen Militärbischofs, Dr. Bernhard Felmberg. Danach hielt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, eine Ansprache bevor Bundesminister der Verteidigung, Boris Pistorius, die Gedenkabsprache hielt. Nach einer anschließenden Tanzperformance zur Musik „Blue Skies“ (Komponist: Irving Berlin) der Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 b der Gail S. Halvorsen-Schule erfolgte die Kranzniederlegung und eine Gedenkminute. Die Nationalhymnen der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands rundeten die Feierlichkeiten ab, bevor es zu einem Empfang in die ehemalige Abflughalle des Flughafens Tempelhof ging. Gemeinsam mit der Tochter des berühmten „Candybomber Piloten“ Gail S. Halvorsen, Denise Williams, wurde zum Schluss noch eine Gedenktafel für die „Operation Little Vittles“ im Ehrenhof des Flughafens enthüllt. „Es war für uns alle eine bewegende Veranstaltung. Insbesondere die vielen Gespräche mit den anwesenden Luftbrückenveteranen aus den USA und Großbritannien haben uns alle tief berührt“, so Paul Hicks in einem kurzen Resümee.

Tag der Bundeswehr und 75 Jahre Ende der Luftbrücke

Der Besuch in Berlin wurde aber auch genutzt, um auf den Tag der Bundeswehr und das 75-jährige Ende der Luftbrücke in Faßberg am Freitag, dem 7. und Samstag, dem 8. Juni 2024 hinzuweisen. „Auch wir werden dieses Ereignis gebührend feiern und haben dazu ein tolles Programm vorbereitet“. So wird es am Freitag, ab 10 Uhr einen deutsch-britischen Gottesdienst geben. Dazu werden die Ministerin für Inneres und Sport des Landes Niedersachsen, Daniela Behrens, und der Generalkonsul am US-Generalkonsulat in Hamburg, Jason Chue, sowie Denise Williams vor Ort sein und Grußworte sprechen. Untermalt wird die Veranstaltung durch die U.S. Air Force Band Europe. „Wir erwarten auch Angehörige von britischen Luftbrückenveteranen sowie Vertreter britischer und amerikanischer Veteranenverbände“, sagt Hicks. Ebenfalls am Freitag, dem 7. Juni 2024 wird es von 19:00 bis 21:00 Uhr ein Konzert der U.S. Air Force Band Europe am Soldatenheim Oase in Faßberg geben.

Von Paul Hicks

Jahreshauptversammlung des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke

Umgruppierung des Vorstands mit Martin Sagehorn und Rainer Arndt

Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg hatte jüngst zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung in das Soldatenheim Oase in Faßberg geladen. Insgesamt konnte der 1. Vorsitzende Ludger Osterkamp, mehr als 30 Personen begrüßen, die nicht nur über das abgelaufene Jahr, die anstehenden Termine und Projekte im Luftbrückenmuseum informiert wurden, sondern auch einen neuen Vorstand zu wählen hatten. Nach der offiziellen Begrüßung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit ging Osterkamp zunächst auf das Jahr 2023 ein. So hatten insgesamt 5.816 Besucherinnen und Besucher das Luftbrückenmuseum aufgesucht. „Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2022 eine Steigerung um ca. 28 Prozent bei den Besuchern und gut 65 Prozent mehr bei der Anzahl der Führungen“, so der 1. Vorsitzende des Fördervereins, Ludger Osterkamp. Auch sei zu erwähnen, dass ein funktionierender Museumsbetrieb kein Selbstläufer sei. Dafür braucht es Personen, die aktiv ihre Arbeitskraft einbringen. In diesem Zusammenhang bedankte sich Osterkamp bei den vier Museumskräften Peter Kleist, Michael Brocklesby, Peter Purkus und Horst Ziesemer, die nicht nur an den Kassenbetrieb aufrechterhalten, sondern auch der erste Ansprechpartner für die Besucherinnen und Besucher sind. Im weiteren Verlauf ließ Osterkamp das abgelaufene Jahr Revue passieren und ging auf die diversen Aktivitäten ein, die sich in und um das Luftbrückenmuseum ereignet hatten. „Der besucherstärkste Tag war der 26. August mit gut 300 Gästen mit dem britischen Gesangstrio Foxx, Wiggle and Sass sowie mit Dudelsackspieler Niklas Helmke aus Munster, der es mit den Klassikern wie ‚Amazing Grace‘ und ‚Highland Cathedral‘ verstand, die Gäste zu begeistern“, betonte der 1. Vorsitzende. „Als Besonderheit können wir aber auch notieren, dass sich vier Paare getraut haben, im Faßberg Flyer zu heiraten. Für alle war es jeweils ein besonderer Moment“.

Der neue Vorstand des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg mit Beirat: Projektleiter Paul Hicks mit Alexander Nielsen, Rolf Bornheber, Stefan Bienge, Ludger Osterkamp, Martin Sagehorn, Fabian Malle und Rainer Arndt (v.l.).
Foto: Robert Sternberg

Nach dem Rechenschaftsbericht ging es in die weiteren Formalien, denn neben dem Kassenbericht und dem positiven Bericht der Kassenprüfer konnte dem Vorstand Entlastung beschieden werden. Anschließend musste ein neuer 2. Vorsitzender gewählt werden, denn der bisherige Amtsinhaber, Fred-Oliver Ohm, hatte aus alters- und gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt, bleibt aber dem Verein selbstverständlich weiterhin eng verbunden. Bei den Wahlen wurde Ludger Osterkamp als 1. Vorsitzender im Amt bestätigt. Als neuer 2. Vorsitzender wurde der bisherige Schriftführer, Rainer Arndt, gewählt, dessen Posten nunmehr mit Martin Sagehorn besetzt wurde. Als Kassenwart wurde Stefan Bienge im Amt bestätigt, ebenso wie die beiden Beisitzer Alexander Nielsen und Rolf Bornheber. Nach den Wahlen wurde mit Hauptfeldwebel Fabian Malle auch der neue Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin vorgestellt, der diese Aufgabe von Hauptmann Martin Sagehorn übernommen hat. Sagehorn scheidet Ende März aus der Bundeswehr aus und geht in den Ruhestand. „Abschließend danke ich meinen Mitstreitern im Vorstand, wo wir als Team alle Aufgaben, manchmal laut, aber immer zielgerichtet bewältigt haben“, betonte Osterkamp in seinen Schlussworten.

von Paul Hicks

Nachruf Bill Evans

Am 19. Januar 2024 verstarb mit 94 Jahren William (Bill) Evans. Evans war einer der letzten Veteranen der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49 und zeitlebens mit der Royal Air Force und der Berliner Luftbrücke verbunden. Auch war er immer daran interessiert, was in und um das Luftbrückenmuseum in Faßberg passierte.

Evans selbst war während der Luftbrücke als Mechaniker in Bad Eilsen stationiert, wo die Royal Air Force bis 1954 ihr Hauptquartier hatte und einen kleinen Feldflugplatz betrieb. Von Bad Eilsen aus flogen die Offiziere zur Dienstaufsicht zu den verschiedenen Flugplätzen in Norddeutschland.

Unvergessen bleibt seine Anwesenheit beim Tag der Bundeswehr im Jahr 2019 in Faßberg als zeitgleich auch das 70. Ende der Berliner Luftbrücke gefeiert wurde. Selbst ein Kamerateam vom NDR hatte es sich seinerzeit nicht nehmen lassen, den rüstigen und immer verschmitzt dreinblickenden Veteranen zu interviewen. Auch für dieses Jahr hatte es sich Bill Evans vorgenommen, wieder nach Faßberg zu kommen. Leider wird er sich diesen Wunsch nicht mehr erfüllen können.

Wir alle werden sein Andenken in Ehren behalten und auch vielen Faßbergern wird Bill sicherlich ebenfalls in besonderer Erinnerung bleiben. Wir werden diesen offenherzigen und freundlichen Menschen vermissen. Er war ein besonderer Teil der Luftbrückenfamilie!

Für den Vorstand
Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg
Paul Hicks

Fotos: Heideblende

Sonnenschein und tolle Musik im Luftbrückenmuseum Faßberg

Stiftergemeinschaft der Sparkasse CGW unterstützte Förderverein Luftbrücke

‚Fox, Wiggle and Sass’ aus England und Niklas Helmke begeisterten das Publikum im Faßberger Luftbrückenmuseum.
‚Fox, Wiggle and Sass’ aus England und Niklas Helmke begeisterten das Publikum im Faßberger Luftbrückenmuseum.
Foto: Martin Sagehorn

Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg hatte für Samstag, dem 26. August 2023 zu einem ganz besonderen Event eingeladen. In Erinnerung an den 75. Jahrestag der Berliner Luftbrücke gastieren das Gesangstrio ‚Fox, Wiggle and Sass‘ aus England im Luftbrückenmuseum. Angekündigt war auch der bekannte Pipe Major Ronnie Bromhead aus Bergen-Lohheide, der jedoch aus persönlichen Gründen verhindert war.

Niklas Helmke präsentierte mit seinem Dudelsack schottische Klänge.
Niklas Helmke präsentierte mit seinem Dudelsack schottische Klänge.
Foto: Rosemarie Zantow

Statt seiner trat Niklas Helmke auf, der als Schüler von Ronnie Bromhead den versierten Pipe Major wunderbar vertrat. Der Eintritt zu diesem musikalischen Bonbon war und so hatten es sich gut 300 Besucherinnen und Besucher nicht nehmen lassen, diesem tollen Ereignis beizuwohnen. Neben Bürgermeisterin Kerstin Speder, MdB (Mitglied des Deutschen Bundestages) Dirk-Ulrich Mende und MdB Anja Schulz war auch Zeitzeugin Mercedes Wild aus Berlin angereist. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, die mit ihrer Zuwendung diesen Event ermöglicht hat. Zwischendurch wurden Spenden für die Kinder- und Jugendförderung sowie für den Erhalt des Museums gesammelt.

Das Gesangstrio ‚Fox, Wiggle and Sass’ aus England präsentierte tolle Musik der 40er und 50er Jahre im Luftbrückenmuseum Faßberg.
Das Gesangstrio ‚Fox, Wiggle and Sass’ aus England präsentierte tolle Musik der 40er und 50er Jahre im Luftbrückenmuseum Faßberg.
Foto: Paul Hicks

Musik verzauberte Publikum

‚Fox, Wiggle and Sass‘ waren bereits im Jahr 2019 zum Tag der Bundeswehr in Faßberg und konnten mit ihren Songs die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine Zeitreise in die 40er und 50er Jahre entführen, ganz im Stile der berühmten ‚The Andrew Sisters‘ aus den USA. Aber das Trio verstand es auch, moderne Rhythmen mit Feuer und Pep zu präsentieren. Nach zwei Sets zu jeweils 45 Minuten verabschiedete sich das englische Gesangstrio mit Amy Winehouse‘ Hit ‚Valerie‘ und hinterließ bleibende Eindrücke bei den Gästen. Immer wieder wurde gebeten, ein Foto mit den Dreien schießen zu dürfen. „Es war eine tolle Veranstaltung. Meine Hochachtung vor den drei Mädels, die je 45 Minuten durchgesungen haben, mit ständigem Blick in die Sonne und trotzdem super waren. Super war auch Dudelsackspieler Niklas Helmke, der in Vertretung für Ronnie Bromhead wunderbar unterhalten hat“, sagte die Leiterin des Faßberger Gospelchores, Annette Albert. Mit den Klassikern wie ‚Amazing Grace‘ und ‚Highland Cathedral‘ im Repertoire verstand es der junge Helmke aus Munster die Gäste zu begeistern. Ein besonderes Highlight war dann auch die Ankunft von einigen historischen U.S Fahrzeugen. Der Classic Cadillac Club Deutschland e.V. aus Celle um Klaus Zipp hatte seine Ankunft in Faßberg so terminiert, dass die Fahrzeuge in der Gesangspause vorfuhren. „Es hat uns wirklich sehr gefreut, dass Klaus Zipp die Ausfahrt der gut 10 Cadillacs nach Faßberg dirigiert hat. Es passt einfach in das Gesamtambiente! Unsere Gäste hatten so eine weitere Gelegenheit für tolle Fotomotive mit Fox, Wiggle and Sass“, so der Sprecher des Luftbrückenmuseums, Paul Hicks, abschließend.

Mehr auch in der Celler Presse unter https://celler-presse.de/2023/08/27/gedenkveranstaltung-am-75-jahrestag-der-berliner-luftbruecke-ein-rueckblick-auf-die-bewegende-geschichte/

von Paul Hicks

75 Jahre Berliner Luftbrücke am 26. August im Luftbrückenmuseum

Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg lädt für Samstag, dem 26. August 2023 ab 14 Uhr zu einem ganz besonderen Event ein. In Erinnerung an den 75. Jahrestag der Berliner Luftbrücke gastieren das Gesangstrio „Fox, Wiggle and Sass“ aus England sowie der bekannte Pipe Major Ronnie Bromhead aus Bergen-Lohheide im Luftbrückenmuseum.

Der Eintritt zu diesem musikalischen Bonbon ist frei.
Jedoch werden Spenden für die Kinder- und Jugendförderung sowie für den Erhalt des Museums erbeten.

Plakat Live Musik am 26.08.2023

Fox, Wiggle and Sass“ waren bereits im Jahr 2019 zum Tag der Bundeswehr in Faßberg und konnten mit ihren Songs die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine Zeitreise in die 40er und 50er Jahre entführen, ganz im Stile der berühmten „The Andrew Sisters“ aus den USA. Aber das Trio versteht es auch, modernen Rhythmen mit Feuer und Pep zu präsentieren. So werden auch Lieder von Katy Perry, Guns n‘ Roses, George Michael und Justin Bieber im Vintage Style gesungen.
Als zweiter Act wird Ronnie Bromhead auftreten, der mit seiner Dudelsackschule bereits des Öfteren im Soldatenheim Oase zu Gast war.

„Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt und auch das Museum kann an diesem Tag besichtigt werden“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Ludger Osterkamp.

von Paul Hicks

Erinnerungsstätte und Halvorsen Foundation beschließen Kooperation

Zum 75. Jahrestag der Berliner Luftbrücke haben der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg und die Gail S. Halvorsen Foundation in Spanish Fork, Utah (U.S.A.) in Frankfurt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um das Thema Luftbrücke Berlin weiter in den gesellschaftlichen Blickpunkt zu rücken.

Ludger Osterkamp & Denise Williams
Ludger Osterkamp und Denise Williams mit der Urkunde zur Kooperationsvereinbarung. Foto: Halvorsen

„Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es kaum noch Veteranen gibt, die an der Luftbrücke beteiligt waren, ist es umso wichtiger, dass der ‚Spirit of the Airlift‘ weiter mit Leben befüllt wird“, so der Vorsitzende des Fördervereins, Ludger Osterkamp. Osterkamp übergab die entsprechende Urkunde während der diesjährigen Luftbrückenfeierlichkeiten in Frankfurt an Denise Williams, die Tochter des berühmten Luftbrückenpiloten, Gail Halvorsen. Ganz im Sinne des im Februar 2022 verstorbenen Halvorsen sollen die Ideale der Luftbrücke, wie Menschlichkeit, humanitäre Unterstützung, Toleranz und Respekt sowie die Verteidigung von Frieden und Freiheit nicht nur bewahrt, sondern als Werte verinnerlicht werden. Insbesondere sind beide Organisationen davon überzeugt, dass vor allem die jüngeren Generationen an die Ziele und Gedanken der Berliner Luftbrücke herangeführt werden sollten.

Förderverein und Foundation

So bietet der Förderverein mit seinem Luftbrückenmuseum nicht nur die Möglichkeit, täglich das Museum zu besuchen sondern tritt auch dafür ein, dass sich jeder Mensch an der Gestaltung gesellschaftlicher Aktivitäten in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin beteiligen können soll – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Diese Aktionen laufen unter dem Motto „Luftbrücke der Menschlichkeit” und sind dem Vereinssinn entsprechend auf einzelne Projektarbeiten begrenzt. Ähnlich sieht es auch die Gail S. Halvorsen Foundation, die den Prinzipen ihres Namensgebers folgt und in Schulen und Universitäten in den Vereinigten Staaten die Geschichte der Berliner Luftbrücke mit vielen Vorträgen und Ausstellungen weiter lebendig hält. „Unsere Kooperation mit Faßberg ist zeitlich nicht befristet, sondern soll das Thema Luftbrücke auch in der Zukunft lebendig halten. Wir freuen uns darauf, die künftigen Herausforderungen und Aufgaben nunmehr gemeinsam zu bewältigen“, so der Direktor der Foundation, James R. Stewart.

Von Paul Hicks

Viertklässler auf den Spuren der Luftbrücke in der Hauptstadt

Luftbrücken-AGs der Grundschulen Faßberg und Müden für drei Tage in Berlin

Die Schulkinder der Grundschulen in der Gemeinde Faßberg vor der „Hunkerharke“, dem Denkmal Luftbrücke Berlin am Tempelhofer Feld.
Die Schulkinder der Grundschulen in der Gemeinde Faßberg vor der „Hunkerharke“, dem Denkmal Luftbrücke Berlin am Tempelhofer Feld.
Foto: Martin Sagehorn

FASSBERG/BERLIN. Zum 70. Jahrestag der Luftbrücke Berlin im Jahr 2019 ist in der Gemeinde Faßberg viel passiert. Es wurde eine Vielzahl von Veranstaltungen wie der Tag der Bundeswehr mit der Rückkehr der Rosinenbomber, eine große Gedenkfeier auf dem Platz der Luftbrücke sowie die Vorstellung des Zeitzeugenfilms im Soldatenheim Oase Faßberg durchgeführt. Darüber hinaus hatten sich seinerzeit die Gemeinde Faßberg, das Luftbrückenmuseum Faßberg und die Grundschulen (GS) in Müden und Faßberg gemeinsam entscheiden, das Schulprojekt „Luftbrücke Berlin“ ins Leben zu rufen. Epochal sind die GS Faßbergs seitdem immer wieder zu Gast im Luftbrückenmuseum. Dabei erlernen die Kinder die Besonderheiten um die Luftbrücke Berlin und tauchen in die damaligen Geschehnisse in der Gemeinde Faßberg ein: wie ist die Luftbrücke organisiert worden, wer war daran beteiligt, was wurde aus Faßberg nach Berlin geflogen und vieles mehr. Intensiviert wird das Erlernte anschließend mit einer Fahrt nach Berlin, um die historischen Orte, Gedenkstätten und Museen zu besuchen.

Immer dabei: die Maskottchen „Karlchen Kohle“ und „Rosi Rosinchen“ iin einem der Hangars des Luftwaffenmuseums in Berlin-Gatow.
Immer dabei: die Maskottchen „Karlchen Kohle“ und „Rosi Rosinchen“ in einem der Hangars des Luftwaffenmuseums in Berlin-Gatow.
Foto: Martin Sagehorn

Drei Tage Berlin

Die diesjährige Erkundungsfahrt in die Hauptstadt mit insgesamt 28 Kindern, 16 aus Müden und 12 aus Faßberg, war ein großer Erfolg. „Unsere Maskottchen Rosie Rosinchen und Karlchen Kohle haben uns durch Gedenkstätten und Museen sowie an historische Orte begleitet. Anstrengend schön und super lehrreich“, freute sich der Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Hauptmann Martin Sagehorn. So haben die Viertklässler aus der Gemeinde nicht nur durch ihr freundliches und höfliches Wesen beeindruckt, vielmehr haben sich die Guides der geschichtsträchtigen Orte sehr oft bewundernd über das Wissen und das Know-how der jungen Experten und Expertinnen geäußert: „Ihr seid ja schon richtige Geschichtsexperten. Meine Fragen können sonst nur wenige Erwachsene beantworten“, betonte einer der Museumsführer der Gedenkstätte Berliner Mauer. Finanziert wird die Erkundungsfahrt übrigens mit einem Eigenanteil der Teilnehmenden und durch den Bildungsfond der Gemeinde Faßberg, der ausschließlich zweckgebunden durch Spenden gefüllt wird. Die Organisatoren und Verantwortlichen freuen sich auf die nächsten wissensdurstigen Grundschüler aus Faßberg im nächsten Jahr.


Von Paul Hicks