Tag Archives: Förderverein Luftbrückenmuseum

Nachruf

Am Mittwoch, den 16. März 2022 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unsere langjährige Mitarbeiterin in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin, Frau Bärbel Schönfelder, im Alter von nur 63 Jahren. Mit großer Betroffenheit und in tiefer Trauer haben wir die Nachricht vom Tod aufgenommen, da wir erst im Oktober letzen Jahres Frau Schönfelder aus unserer Mitte in den Ruhestand verabschiedet hatten. Frau Schönfelder arbeitete über viele Jahre an der Kasse des Luftbrückenmuseums und stand den Besuchern auch für Fragen zur Verfügung. Sie war eng mit der Erinnerungsstätte verbunden und hat gerne ihren Dienst im Museum geleistet. Wir haben sie als freundliche und engagierte Mitarbeiterin kennengelernt und werden sie nicht vergessen.

Wir verabschieden uns in Dankbarkeit von einem liebenswerten Menschen und sind in diesen Tagen der Trauer in Gedanken bei ihrer Familie und wünschen Zeit viel Kraft und Ausdauer.

Förderverein Luftbrücke Berlin e.V.
Der Vorstand

Jahreshauptversammlung des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke

Der neue Vorstand des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg: Ludger Osterkamp, Alexander Nielsen, Fred-Oliver Ohm, Rainer Arndt, Stefan Bienge und Rolf Bornheber (v.l.).
Foto: Martin Sagehorn

FASSBERG. Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg hatte jüngst zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung in das Soldatenheim Haus Schlichternheide in Faßberg geladen. Insgesamt konnte der 1. Vorsitzende Ludger Osterkamp, 25 Personen begrüssen, die nicht nur über das abgelaufene Jahr, die anstehenden Termine und Projekte im Luftbrückenmuseum informiert wurden, sondern auch einen neuen Vorstand zu wählen hatten. Nach der offiziellen Begrüßung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit ging Osterkamp zunächst auf das Jahr 2021 ein, das ganz im Zeichen der Corona-Pandemie stand. „Wir haben es trotz der zunehmenden Inzidenzen geschafft, unser Museum bis zum Saisonende am 31. Oktober 2021 planmäßig geöffnet zu halten. Leider konnten wir unsere „Touchscreens“ wegen der Pandemie nicht in Betrieb nehmen. So wurde gerade unseren jüngsten Gästen wieder die Möglichkeiten der Spurensuche im Museum genommen“, so der Vorsitzende. Insgesamt kamen 3.559 Gäste ins Museum und es wurden 27 Führungen mit 526 Besucherinnen und Besuchern durchgeführt. „Organisatorisch war es bei den Führungen eine Herausforderung, weil wir aufgrund der Beschränkungen der Personenzahl in geschlossenen Räumen mit kleineren Gruppengrößen und damit auch mehr Personaleinsatz arbeiten mussten“, betonte Osterkamp.

Ukraine und CARE

Zum Ende seines Vortrags ging Osterkamp auch auf den Krieg in der Ukraine ein und sagte, dass der Förderverein dazu eine Kooperation mit CARE-Deutschland eingegangen sei, um dem durch den Krieg gebeutelten Land und seinen Menschen mit Geldspenden zu unterstützen. „Wir haben am Tag der Bundeswehr im Jahr 2019 sehr gut mit CARE Deutschland zusammengearbeitet und letzte Woche habe ich mit der Zentrale in Bonn über Möglichkeiten der Hilfeleistung gesprochen. CARE unterstützt im Bereich Ukraine schwerpunktmäßig Frauen und Kinder. Dabei stehen finanzielle Mittel im Vordergrund, weil für den Bereich Sachspenden andere Organisationen, wie das THW oder das Rote Kreuz besser aufgestellt sind. CARE war von unserer Idee sehr angetan und hat uns bei den Vorbereitungen unterstützt“. Der Förderverein bietet daher auch der breiten Bevölkerung an, noch bis zum 31. März dieses Jahres Geldspenden über das Konto des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. unter dem Stichwort ‚Ukrainehilfe Förderverein Luftbrücke‘, Konto DE67 2579 1635 0023 3323 00 bei der Volksbank Südheide – Isernhagener Land – Altmark an CARE-Deutschland weiterzuleiten. Selbstverständlich wird der Verein eine entsprechende Spendenbescheinigung ausstellen.

Neuer Schatzmeister

Danach trug Schatzmeister Gerhard Källner zur Finanzlage des Vereins vor und stellte heraus, dass der Verein trotz der Pandemiebedingten Schwierigkeiten das Jahr mit einem Plus abschließen konnte. Nach dem positiven Bericht der Kassenprüfer Lothar Schubart und Michael Bogmaier konnte der Vorstand anschließend entlastet werden. Für Källner war es nach 28 Jahren als Schatzmeister der letzte Rechenschaftsbericht in dieser Funktion. „Seit der Gründung des Fördervereins im Jahr 1994 war Gerd Källner ununterbrochen als Schatzmeister tätig. Dafür danke ich ihm im Namen des Vorstands und des gesamten Vereins herzlich. Seine Arbeit war immer von Präzision, Sachlichkeit und Engagement im Sinne der Sache geprägt“, resümierte Osterkamp. Anschließend beschloss die Versammlung die Aufnahme Källners als Ehrenmitglied.

Ludger Osterkamp (l.) bedankte sich mit der Ehrenmitgliedschaft bei Gerhard Källner für 28 außergewöhnliche Jahre als Schatzmeister im Förderverein.
Foto: Martin Sagehorn

Bei der darauffolgenden Wahl wurde Stefan Bienge als neuer Schatzmeister gewählt. Bei den weiteren Wahlen wurde Ludger Osterkamp als 1.Vorsitzender im Amt bestätigt, ebenso wie Fred-Oliver Ohm als 2. Vorsitzender. Ebenfalls wurde Rainer Arndt als Schriftführer wiedergewählt wie auch Rolf Bornheber als Beisitzer. Neu im Vorstand ist Alexander Nielsen, der als 2. Beisitzer gewählt wurde.

Projekte des Fördervereins

Danach gingen der Leiter der Militärgeschichtlichen Sammlung des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe, Hauptmann Martin Sagehorn, und Paul Hicks auf das anstehende Projekt mit der Grundschule in Müden ein. So wird die Arbeitsgruppe Luftbrücke der Grundschule Ende April wieder für drei Tage nach Berlin fahren, um auf den Spuren der Luftbrücke zu wandeln. „Durch diverse Besuche der Schülerinnen und Schüler im Luftbrückenmuseum in den vergangenen Monaten haben wir die Kinder, gemeinsam mit den Lehrerinnen der Grundschule, auf diese gut Reise vorbereitet“, berichtete Sagehorn bevor Paul Hicks auf die Planungen zum 75. Jubiläum der Berliner Luftbrücke in den Jahren 2023/2024 einging. So wird es eine Teilnahme des Luftbrückenmuseums an einer mehrmonatigen Ausstellung des Alliiertenmuseums Berlin, des Luftwaffenmuseums in Berlin-Gatow und Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst am ehemaligen Zentralflughafen Tempelhof geben. „Ebenso werden wir versuchen, im Juni 2024 wieder einige Rosinenbomber für ein entsprechendes Event nach Faßberg zu holen, um das Ende der Luftbrücke zu feiern“, so Hicks, bevor die Jahreshauptversammlung offiziell beendet wurde.
Von Paul Hicks

Standortgottesdienst zu Ehren des Luftbrückenpiloten Gail Halvorsen(†)

Erinnerung an Gail S. Halvorsen: Oberstleutnant Ludger Osterkamp mit Militärpfarrer Florian Hemme, Militärpfarrer Burghardt Schmelz und Hauptmann Martin Sagehorn (v.r.) während des Standortgottesdienst.
Gut 70 Gäste waren zum Standortgottesdienst in das Luftbrückenmuseum gekommen.
Foto: Carsten König

FASSBERG. Der durchgeführte Standortgottesdienst des Fliegerhorstes Faßberg wurde kürzlich in der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin zu Ehren des jüngst verstorbenen Luftbrückenpiloten Gail S. Halvorsen abgehalten, der am 16. Februar dieses Jahres im Alter von 101 starb. Nachdem bereits am Vortag ein entsprechend großes Zelt aufgebaut wurde, um auch bei schlechtem Wetter diesen besonderen Gottesdienst durchzuführen, konnte der evangelische Militärseelsorger Florian Hemme die gut 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch bei schönstem Sonnenschein willkommen heißen. Unterstützt von seinem katholischen Kollegen, Burghardt Schmelz, und Hauptmann Martin Sagehorn, der an der Gitarre begleitete, sprach Hemme einige einführende Worte zu Halvorsen und eröffnete den Gottesdienst mit dem Versöhnungsgebet von Coventry.

Onkel Wackelflügel

Anschließend ging der 1. Vorsitzende des Fördervereins für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg, Oberstleutnant Ludger Osterkamp auf das Leben und prägnante Wirken von Colonel (Oberst) Gail Seymour Halvorsen während der Berliner Luftbrücke in den Jahren 1948/49 und darüber hinaus ein. So betitelten die Kinder damals den später bekannt gewordenen „Candy Bomber Piloten“ bereits während der Luftbrücke als „Onkel Wackelflügel“. Halvorsen wackelte kurz vor dem Abwurf von Süßigkeiten mit den Flügeln seines Flugzeuges, um damit auf sich aufmerksam zu machen.

Zwei Streifen Kaugummi

Es war Halvorsens Idee, während der Blockade „Candy“, also Süßigkeiten, für die Kinder abzuwerfen. Als erster „Candy Bomber“ wurde der junge Pilot zum Symbol für die Hilfsaktion. Mit fast 280.000 Flügen brachten Amerikaner, Briten und Franzosen von Juni 1948 bis Mai 1949 den mehr als zwei Millionen Einwohnern Lebensmittel und Kohle. Die Idee mit den Süßigkeiten sei ihm gekommen, als er eines Tages am Ende des Rollfelds auf dem früheren Flughafen Tempelhof eine Gruppe Kinder hinter einem Stacheldrahtzaun getroffen habe. „Ich hatte noch zwei Streifen Kaugummi, die sie sich in kleinen Stücken teilten“, erzählte Halvorsen dem rbb vor einigen Jahren. „Ich versprach ihnen, am nächsten Tag mehr Süßigkeiten abzuwerfen. Und weil ja alle paar Minuten ein Flugzeug landete, würde ich als Erkennungszeichen beim Anflug mit den Flügeln wackeln“. Von da an hatte er den Spitznamen „Onkel Wackelflügel“ (Mr. Wigglywing). (Quelle rbb).

Versöhnung und Nächstenliebe

„Die Geschichte des Candy Bombers ist aber mehr. Halvorsen stand zeitlebens für Versöhnung, Nächstenliebe und Freundschaft. Sein mutiges Engagement und seine Empathie machten ihn zeitlebens zu einem Vorbild. Er hat mit kleinen süßen Botschaften den Berlinern und Berlinerinnen sowie einem zerrissenen Deutschland in schwierigen Zeiten den Weg in eine bessere Zukunft gezeigt“, so Osterkamp abschließend bevor Militärpfarrer Hemme diesen besonderen Gottesdienst mit weiteren Liedern und Gebeten abschloss.
von Paul Hicks

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2022

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Vereinsfreunde,

gem. § 8 unserer Satzung lade ich Sie/Euch im Namen des Vorstandes der Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg herzlich zu unserer Mitgliederversammlung für

Donnerstag, den 17. März 2022 um 19:30 Uhr

im Soldatenheim Oase Faßberg, kleiner Saal

ein.

Tagesordnung:

1.      Begrüßung durch den Vorsitzenden

2.      Feststellung der Beschlussfähigkeit

3.      Bericht des Vorsitzenden über das Geschäftsjahr 2021/2022

4.      Bericht des Schatzmeisters

5.      Bericht der Kassenprüfer

6.      Entlastung des Vorstands

7       Wahl des Vorstandes

–                    Vorsitzender

–                    2. Vorsitzender

–                    Schatzmeister

                     Schriftwart

–                    Beisitzer

–                    Beisitzer

8.      Wahl der Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023

9.      Öffnungszeiten 2022

10.    Anpassung der Eintrittsgelder ab Saison 2023

11.    Einstellung einer dritten Museumskraft

12.    Termine 2022 ff

13.    Sachstand zum neuen Kultur,- Tourismus- und Begegnungszentrum

14     Provisionszahlungen in Zusammenhang mit dem Neubau

15.    Fördermittel Beleuchtung

16.    75 Jahre Ende Luftbrücke

15.    Verschiedenes

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienen Mitglieder. Aus rechtlichen Gründen wird die Einladung auch an die weit entfernt wohnenden Mitglieder übersandt.

Es gelten die zum Zeitpunkt der Versammlung geltenden Corona-Bestimmungen des Landes Niedersachsen. Auf Einhaltung der Abstände wird hingewiesen. Zum Zeitpunkt der Aussendung dieser Einladung bestand die Vorgabe, bei derartigen Versammlungen in Innenräumen eine FFP2-Maske auch am Platz zu tragen.

Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung erklären sich mit Aufnahme Ihrer Adressdaten für eine mögliche Kontaktverfolgung einverstanden.

In Abhängigkeit der COVID-Lage 19 kann eine kurzfristige Absage möglich sein.

Ich bitte für diese besonderen Umstände um Verständnis.

Ludger Osterkamp

Vorsitzender

Förderverein Luftbrückenmuseum Faßberg erhält Auszeichnung

Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. in Faßberg wurde 29.10.2020 mit dem „Preis Bundeswehr und Gesellschaft 2020“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung fand in Berlin statt und wurde durch persönlich durch die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, vorgenommen. Stellvertretend nahm der Vorsitzende des Fördervereins, Ludger Osterkamp, den Preis entgegen. Bedingt durch die zahlreichen Einschränkungen im Zusammenhang mit der COVID-Pandemie, konnte die jährliche Zeremonie nicht wie üblich als Festakt stattfinden, sondern musste im kleinen Rahmen und in Form einer Videoübertragung (Livestream) durchgeführt werden. Die Laudatio für die Preisträger hatte der langjährige Partner und Förderer des Preises Bundeswehr und Gesellschaft, Dr. Gerd Landsberg, vom Deutschen Städte- und Gemeindebund, gehalten.

In der Laudatio hieß es: „Die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin (ELB) ist eine militärgeschichtliche Sammlung des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw), die gerade wegen der Arbeit des Fördervereins einen hoch anerkannten, guten Ruf von überregionaler Bedeutung hat. Die Mitglieder des Fördervereins stammen aus der Mitte der Bevölkerung des Garnisonsortes Faßberg und der Region. Einige unter ihnen sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, hochrangige Vertreter aus Verwaltung, Jurisprudenz und Wirtschaft. Sie stellen der ELB die personellen, materiellen und vor allem finanziellen Ressourcen für den Betrieb, die Erhaltung und Weiterentwicklung der Ausstellung bereit. Der Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin e.V. verschafft der Bundeswehr am Standort Faßberg die fehlenden Ressourcen für den Betrieb der Erinnerungsstätte und stellt den Betrieb mit hingebungsvollem Engagement sicher“.
(Paul Hicks)